Fussball

Nach Ronaldo-Eklat: Portugal präsentiert sich als Einheit

Nach dem Wirbel um Cristiano Ronaldo sind die Portugiesen um Normalität bemüht. Auch gegen Norwegen ist der Superstar außen vor. Der Trainer äußert sich, wie es weitergehen soll.

03.10.2026

 Spielt wohl nicht mehr mit Ronaldo in der Auswahl: Bruno Fernandes (l). (Archivbild)Christian Charisius/dpa

Spielt wohl nicht mehr mit Ronaldo in der Auswahl: Bruno Fernandes (l). (Archivbild)Christian Charisius/dpa

© Christian Charisius/dpa

Nach dem Eklat um ihren Superstar Cristiano Ronaldo ist die portugiesische Fußball-Nationalmannschaft um Zusammenhalt bemüht. „In der Nationalmannschaft gibt es keine Spaltungen. Wir sind eine Einheit und werden das auch bleiben“, sagte Bruno Fernandes vor dem Duell in der Nations League gegen Norwegen am Sonntag auf einer Pressekonferenz.

Portugals Nationaltrainer Jorge Jesus hatte Ronaldo am vergangenen Sonntag beim Nations-League-Spiel in Norwegen nicht eingesetzt und danach angekündigt, den Rekordnationalspieler auch in der Partie danach gegen Dänemark (4:2) nur auf die Bank zu setzen. Der 41 Jahre alte Stürmerstar verließ daraufhin das Quartier der Nationalmannschaft und ließ sich in einem Privatjet in die spanische Hauptstadt Madrid fliegen.

Ronaldo sei und bleibe „das größte Symbol unserer Nationalmannschaft, unseres Fußballs und unseres Landes“, sagte Bruno Fernandes. Der fünfmalige Weltfußballer habe sich durch seine Leistungen in Portugal und auf der ganzen Welt einen besonderen Status erarbeitet. „Er verdient den Respekt aller - unabhängig davon, ob man ihn mehr oder weniger mag“, sagte Bruno Fernandes (32), der am Sonntag (20.45 Uhr) in Abwesenheit von Ronaldo sein Team wohl erneut als Kapitän anführen wird.

Nationalcoach Jesus bleibt gelassen

Die Mannschaft selbst sei weitgehend außen vor bei der Auseinandersetzung. Zugleich appellierte er an das Land, sich nicht zu spalten. „Das Wichtigste ist, dass die Sache für beide Seiten gut ausgeht“, sagte der Mittelfeldspieler von Manchester United.

Portugals Verbandspräsident Pedro Proença möchte laut Medienberichten nun ein Treffen zwischen Ronaldo und Jorge Jesus arrangieren und zwischen den beiden vermitteln. Der Coach zeigte sich weiter unbeeindruckt von dem Geschehen. Auf die Frage, ob er für eine Versöhnung mit Ronaldo offen sei, sagte der 72-Jährige, dass der Fokus in jeder Hinsicht auf der Nationalmannschaft und dem Spiel gegen Norwegen liegen müsse. „Cristiano Ronaldo ist ein Symbol der Nationalmannschaft und Portugals. Nach dem Spiel ist noch viel Zeit, um darüber zu sprechen“, erklärte Jesus.

Ronaldo wird wahrscheinlich nicht mehr in der Nationalmannschaft zum Einsatz kommen. Bislang bestritt er für Portugal 234 Länderspiele, in denen er 146 Tore erzielte.

Portugals Nationaltrainer Jorge Jesus bleibt bei der Causa Ronaldo gelassen.Liselotte Sabroe/Ritzau Scanpix Foto/AP/dpa

Portugals Nationaltrainer Jorge Jesus bleibt bei der Causa Ronaldo gelassen.Liselotte Sabroe/Ritzau Scanpix Foto/AP/dpa

© Liselotte Sabroe/Ritzau Scanpix Foto/AP/dpa