Wintersport

Nach Kür-Drama: Bereut Malinin seinen Namen „Vierfachgott“?

Eiskunstlauf-Star Ilia Malinin stand nach Fehlern in der Olympia-Kür im Fokus. Wie der 21-Jährige heute zu seinem selbst gewählten Beinamen „Vierfachgott“ steht und was ihn weiterhin antreibt.

06.03.2026

In der Kür bei den Olympischen Winterspielen leistete sich Ilia Malinin als großer Favorit Stürze und Fehler. (Archivbild)Peter Kneffel/dpa

In der Kür bei den Olympischen Winterspielen leistete sich Ilia Malinin als großer Favorit Stürze und Fehler. (Archivbild)Peter Kneffel/dpa

© Peter Kneffel/dpa

Eiskunstlauf-Star Ilia Malinin hat an seinem selbst gewählten Spitznamen „Quad God“ zeitweise gezweifelt. „Es gab definitiv Momente, in denen ich mich gefragt habe, warum ich mich so genannt habe und warum ich nicht einfach meinen eigenen Namen als Marke verwendet habe“, sagte der 21-Jährige in einem „Sportschau“-Interview.

Zu den Olympischen Spielen in Italien war der US-Amerikaner als großer Favorit gereist. Allerdings leistete er sich in Mailand nach dem ersten Platz im Kurzprogramm mehrere Fehler und Stürze in der Kür und fiel auf den achten Gesamtrang zurück. Zuvor war der zweimalige Weltmeister zwei Jahre lang nicht zu schlagen gewesen. Zumindest im Teamwettbewerb gewann er bei Olympia Gold. „Es fühlte sich an, als wären all die Jahre der Vorbereitung und des Trainings bis dahin völlig umsonst gewesen“, sagte Malinin, der nach dem Wettkampf auch vielen Online-Hasskommentaren ausgesetzt war.

Malinin denkt auch an Fünffach-Sprünge

Der Beiname „Vierfachgott“ spielt auf Malinins spektakuläre Vierfachsprünge an. Diesen habe er sich gegeben, nachdem er erstmals einen solchen Vierfachsprung gestanden habe, erklärte er. „Damals hatte ich ihn eigentlich noch nicht verdient“, sagte er. Rückblickend bereue er den Namen nicht. „Ich denke, er hat mir sehr geholfen und mich motiviert. Jetzt bin ich stolz, ihn zu tragen.“ 

Der Spitzname habe ihn zudem angespornt, weitere schwierige Vierfachsprünge sowie neue Kombinationen und Tricks zu versuchen - schließlich auch den besonders riskanten Vierfach-Axel. 

Damit möchte er sich jedoch nicht zufriedengeben. „Beim Eiskunstlauf versuche ich alle Grenzen meines Körpers auszutesten, um zu sehen, wie weit ich als Athlet, als Künstler, als Sportler gehen kann“, sagte Malinin. „Ich glaube, da kommt noch einiges auf mich zu, auch mal richtig verrückte Sachen, Fünffache und vielleicht ein paar coole Akrobatik-Tricks, denn das liebe ich.“

Malinins nächstes großes Ziel sind die Eiskunstlauf-Weltmeisterschaften Ende März in Prag.

Im Teamwettbewerb gewann er Gold. (Archivbild)Christophe Ena/AP/dpa

Im Teamwettbewerb gewann er Gold. (Archivbild)Christophe Ena/AP/dpa

© Christophe Ena/AP/dpa