Mexiko stellt 100.000 Einsatzkräfte für WM-Sicherheit bereit
Nach dem Tod eines Drogenbosses kam es im Co-Gastgeberland Mexiko zu Gewaltausbrüchen. Nun legt das Land ein umfassendes Sicherheitskonzept für die Fußballweltmeisterschaft vor.
„Sind bestens vorbereitet“: Präsidentin Claudia Sheinbaum auf einer Pressekonferenz.-/Presidencia de México/dpa
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Zwei Wochen nach den Gewaltausbrüchen nach der Tötung eines Drogenbosses hat Mitgastgeberland Mexiko seinen Sicherheitsplan für die Fußball-Weltmeisterschaft vorgelegt. Mehr als 100.000 Soldaten, Polizisten und private Sicherheitskräfte sowie Drohnen, Militärflugzeuge und Sprengstoffspürhunde sollen im Sommer für einen sicheren Ablauf des Wettbewerbs sorgen, wie die mexikanische Regierung ankündigte. Das Turnier richtet Mexiko gemeinsam mit den USA und Kanada aus.
„Wie Sie sehen, sind wir bestens vorbereitet“, sagte Präsidentin Claudia Sheinbaum auf einer Pressekonferenz in Guadalajara, einem der Spielorte. Nach Angaben des Leiters des Sicherheitskoordinationszentrums der WM in Mexiko, General Román Villalvazo, sollen an allen wichtigen WM-Orten drei bis vier Sicherheitsringe errichtet werden – darunter an Stadien, Teamhotels, Flughäfen und in Fan-Zonen.
General Román Villalvazo ist für die WM-Sicherheit zuständig: Mexiko will mit einem umfassenden Plan die Besucher schützen.-/Presidencia de México/dpa
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In Mexiko werden 13 WM-Partien ausgetragen
Am 11. Juni findet in der mexikanischen Hauptstadt das WM-Eröffnungsspiel statt. In Mexiko-Stadt, Guadalajara und Monterrey werden insgesamt 13 Spiele ausgetragen. Unter anderem spielen in Guadalajara Europameister Spanien, Mexiko und Südkorea.
Nach dem Tod des Drogenbosses Nemesio Oseguera Cervantes alias „El Mencho“ bei einem Einsatz zu seiner Festnahme kam es am 22. Februar in mehreren mexikanischen Bundesstaaten zu einer Welle der Gewalt. Dabei wurden Fahrzeuge angezündet und illegale Straßensperren errichtet. Mehr als 70 Menschen kamen ums Leben. Das Chaos wenige Monate vor der Fußball-WM ließ Zweifel an der Eignung Mexikos als Austragungsort aufkommen. Die mexikanische Regierung versicherte, die Sicherheit der Mannschaften und Besucher sei garantiert.