Madrid lieber als London: Chelsea suspendiert Weltmeister
Enzo Fernández schwärmt öffentlich über das Leben in Spanien - und das heizt die Spekulationen über einen möglichen Wechsel zu Real Madrid an. Sein aktueller Arbeitgeber reagiert rigoros.
Enzo Fernandez hat nach umstrittenen Aussagen ein Problem. (Archivbild)Gustavo Garello/AP/dpa
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Der FC Chelsea hat seinen Mittelfeldspieler Enzo Fernández aus disziplinarischen Gründen für zwei Spiele aus dem Kader geworfen. Aufgrund von Äußerungen des argentinischen Fußball-Weltmeisters während der Länderspielpause wird dieser am Samstag im Viertelfinale des FA Cups gegen Port Vale und im Heimspiel der Premier League am Sonntag in einer Woche gegen Manchester City nicht zum Einsatz kommen, wie der Londoner Club bekannt gab.
Der 25-jährige Fernández hatte in einem Podcast geäußert, er würde gerne in Madrid leben, was Spekulationen über einen möglichen Wechsel zu Real Madrid befeuerte. Schon zuvor hatte er in seinen Aussagen offen gelassen, ob er auch über das Saisonende hinaus bei Chelsea bleiben werde. Bei den Blues, die 2023 geschätzte 120 Millionen Euro Ablöse an Benfica Lissabon gezahlt hatten, steht Fernández noch bis 2032 unter Vertrag.
Sein Berater nannte die Bestrafung „komplett unfair“. Fernández habe lediglich über Madrid als Stadt gesprochen, „aber an keinem Punkt gesagt, dass er Chelsea oder London verlassen will“, sagte Javier Pastore dem Portal „The Athletic“.
Wurde eine „Grenze überschritten“?
„Ich denke, eine Grenze wurde im Hinblick auf unsere Unternehmenskultur und unsere Ziele überschritten“, sagte Chelsea-Trainer Liam Rosenior laut Mitteilung: „Daher mussten wir Sanktionen verhängen, und das ist die Entscheidung, die wir getroffen haben.“
Der Trainer wollte aber nicht komplett den Stab über seinen Profi brechen. „Das heißt aber nicht, dass die Tür für Enzo endgültig geschlossen ist. Das ist sehr wichtig“, bekräftigte Rosenior: „Es ist eine Sanktion, denn bei diesem Fußballverein, einem erfolgreichen Verein mit langer Tradition, muss man diese Kultur schützen.“