US-Sport

„King“ von Boston: Marco Sturm spricht über NHL-Playoffstart

Am Wochenende starten in der NHL die Playoffs. Leon Draisaitl ist noch verletzt. Bostons Coach Marco Sturm sieht die größten Stanley-Cup-Chancen für einen Deutschen bei einem Namensvetter.

17.04.2026

Boston-Bruins-Coach Maro Sturm ist überglücklich in Boston. (Archivbild)Mary Schwalm/AP/dpa

Boston-Bruins-Coach Maro Sturm ist überglücklich in Boston. (Archivbild)Mary Schwalm/AP/dpa

© Mary Schwalm/AP/dpa

Der frühere Eishockey-Bundestrainer Marco Sturm startet mit großen Ambitionen in seine ersten NHL-Playoffs als Trainer der Boston Bruins. Die größten Chancen auf den Stanley Cup sieht er aus deutscher Sicht aber für seinen Namensvetter Nico Sturm, der bereits zweimal den Titel in der nordamerikanischen Profiliga gewonnen hat. „Wenn ich mich festlegen muss, würde ich auf Nico Sturm und Minnesota tippen“, sagte der Bruins-Coach vor dem Playoff-Auftakt am Wochenende.

Nationalstürmer Nico Sturm von Minnesota Wild wurde vergangenes Jahr Stanley-Cup-Sieger mit Florida. (Archivbild)Peter Kneffel/dpa

Nationalstürmer Nico Sturm von Minnesota Wild wurde vergangenes Jahr Stanley-Cup-Sieger mit Florida. (Archivbild)Peter Kneffel/dpa

© Peter Kneffel/dpa

„Minnesota hat sehr gut nachverpflichtet im Transferfenster. Sie haben zwar mit Dallas einen richtig harten Brocken in der ersten Runde. Aber wenn sie die bestehen, haben sie auf jeden Fall große Chancen, bis zum Ende zu dabei zu sein“, sagte Sturm über das Team des Nationalstürmers Nico Sturm, das in der Hauptrunde die drittbeste Mannschaft der Western Conference wurde.

Edmonton ohne verletzten Draisaitl

Auch die Edmonton Oilers, die aktuell allerdings auf den verletzten Superstar Leon Draisaitl verzichten müssen, gehören trotz einer durchwachsenen Hauptrunde laut Sturm zu „den Mitfavoriten“ auf den Titel. 

Leon Draisaitl wird beim Playoff-Start der Edmonton Oilers wohl zuschauen müssen. (Archivbild)Peter Kneffel/dpa

Leon Draisaitl wird beim Playoff-Start der Edmonton Oilers wohl zuschauen müssen. (Archivbild)Peter Kneffel/dpa

© Peter Kneffel/dpa

Die Playoffs starten am Samstag. Dann sind unter anderem bereits die Minnesota Wild mit Nico Sturm in Dallas und die Ottawa Senators mit Tim Stützle beim zweitbesten NHL-Hauptrundenteam Carolina im Einsatz. Für die Bruins geht es in der ersten Playoffrunde in der deutschen Nacht zum Montag bei den Buffalo Sabres los.

Sturm setzt in Boston auf Erfahrung und Pastrnak

„Buffalo ist schneller, technisch besser. Wir sind robuster, stabiler und haben mehr Erfahrung“, urteilte der 47 Jahre alte Sturm, der die Bruins nach einer Saison ohne Playoffs auf Anhieb in seinem ersten Jahr als NHL-Chefcoach zurück in die K.-o.-Runde geführt hat. „Wir werden alles geben, um mehr zu erreichen. Wenn wir unser bestes Eishockey spielen, haben wir eine Chance, Buffalo zu besiegen“, sagte Sturm, der sich in Boston sehr wohlfühlt. „Ich habe den besten Job. Wenn es gut läuft, ist man der King.“

Die Hoffnungen bei den Bruins ruhen insbesondere auf dem tschechischen Superstürmer David Pastrnak, der mit 100 Punkten siebtbester Scorer der NHL-Hauptrunde wurde. „Solche speziellen Stürmer müssen den Unterschied machen“, sagte Sturm.