Jung und plötzlich Stammspieler: Die Top-Talente der Liga

Von Von Jennifer Weese, dpa

dpa Frankfurt am Main. Einer besser als der andere: In der kommenden Bundesliga-Saison dürften einige vielversprechende Nachwuchskicker den Durchbruch schaffen. Das jüngste Top-Talent ist gerade einmal 15 Jahre alt.

Jung und plötzlich Stammspieler: Die Top-Talente der Liga

Beim BVB schwärmen sie von „geilen Kickern“, in Leverkusen spielt der wohl talentierteste 17-Jährige der Liga - und selbst beim Triple-Sieger aus München tummelt sich der eine oder andere vielversprechende Nachwuchsprofi.

In der kommenden Saison könnten sich zahlreiche junge Top-Talente einen festen Platz in den Teams der Fußball-Bundesliga sichern. Einige Youngster können schon jetzt auf eine beachtliche Karriere verweisen - ein Blick auf die Talente der Extraklasse:

TANGUY NIANZOU (18):

Tanguy Nianzou steht seit diesem Sommer beim FC Bayern München unter Vertrag. Mit 18 Jahren ist der FCB nicht der erste europäische Spitzenclub für Nianzou. Er wurde beim französischen Meister Paris Saint-Germain ausgebildet und entwickelte sich dort zu einem Nachwuchsstar. In der vergangenen Saison stand der Innenverteidiger in 13 Pflichtspielen auf dem Platz und erzielte für die Pariser gleich zwei Tore. Bei den Bayern will er daran anknüpfen.

BORUSSIAS TALENTE-POOL:

In keinem Verein tummeln sich jedoch die Nachwuchstalente so sehr wie bei Borussia Dortmund. Mit Giovanni Reyna (17), Erling Haaland und Jadon Sancho (beide 20) hatte der BVB schon zum Ende der vergangenen Saison viele vielversprechende junge Spieler unter Vertrag. In dieser Saison kommen noch der rund 25 Millionen Euro teure Jude Bellingham (17), der von Real Madrid ausgeliehene Jesus Reinier (18) und Jugend-Rekord-Spieler Youssoufa Moukoko (15) dazu.

Im November wird Moukoko, der seit diesem Sommer mit der Profi-Mannschaft der Borussen auf dem Trainingsplatz steht, 16 Jahre alt und und dürfte dann auch in der Bundesliga auflaufen. Erst Anfang April hatte die DFL-Vollversammlung einem Antrag der Dortmunder zugestimmt, Spieler bereits nach Vollendung ihres 16. Lebensjahres in der Bundesliga einsetzen zu dürfen. Moukoko könnte dann den Rekord des einstigen Dortmunders Nuri Sahin brechen, der 2005 im Alter von 16 Jahren und 335 Tagen als bisher jüngster Spieler debütierte.

FLORIAN WIRTZ (17):

Der 17-jährige Florian Wirtz wurde im Frühjahr dieses Jahres in den Profikader von Bayer Leverkusen aufgenommen. Bei seinem vierten Bundesligaspiel schoss sich der Youngster direkt in die Rekordbücher. Mit seinem Treffer gegen den FC Bayern wurde er zum jüngsten Torschützen der Bundesliga - mit 17 Jahren und 34 Tagen.

RUBEN VARGAS (22):

Drei Tore in den ersten drei Spielen: So startete Ruben Vargas beim FC Augsburg vergangenes Jahr. Die Leistungen des Mittelfeldspielers hielten sich, so dass der Schweizer Nationalspieler zum Ende der Saison sechs Treffer auf dem Konto hatte. Das will er ausbauen.

ISMAIL JAKOBS (21):

So auch der gebürtige Kölner Ismail Jakobs. Nach seinem Ausfall aufgrund einer Corona-Erkrankung wird er in der neuen Saison wieder für den 1. FC Köln auflaufen. Wenige Wochen nach seinem Bundesliga-Debüt im November erzielte Jakobs sein erstes Tor in der Liga und spielte sich in die Stammelf. Mit 1678 Spielminuten, zwei Toren und zwei Vorlagen absolvierte er eine starke erste Bundesliga-Saison.

DANI OLMO (22):

Das älteste Toptalent in dieser Liste ist der offensive Mittelfeldspieler Dani Olmo. Für 20 Millionen Euro holte RB Leipzig den spanischen Nationalspieler aus Kroatien in die Bundesliga. Dort zeigte sich Olmo vor allem nach der Wiederaufnahme des Spielbetriebs von seiner besten Seite: In den letzten acht Saisonspielen traf der Youngster dreimal. Bekommt er in der neuen Saison mehr Spielzeit, dürfte auch die Zahl der Treffer deutlich steigen.

JOSHUA ZIRKZEE (19):

Nicht unerwähnt bleiben darf auch Joshua Zirkzee, der im Sommer 2017 zu den Bayern gewechselt war. Nach Anfangsschwierigkeiten entwickelte sich der 19-Jährige unter Coach Hansi Flick zu einem der Top-Talente. In der vergangenen Saison beeindruckte der Niederländer dann mit seiner Trefferquote. Trotzdem müsse Zirkzee noch einiges lernen, sagte Flick gegen Ende der Spielzeit. Aber dafür haben er und auch die anderen Nachwuchsspieler ja noch etwas Zeit - schließlich sind sie noch jung und stehen erst am Anfang ihrer Karriere.

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