Nach Comeback-Gerücht: Löw dementiert Ghana-Kontakt
Es klingt wie ein verspäteter April-Scherz: Ghana will Ex-Bundestrainer Joachim Löw für die WM verpflichten und steht kurz vor einer Einigung - schreibt ein Portal. Jetzt reagiert der 66-Jährige.
Bald wieder im Stadion an der Seitenlinie? Joachim Löw reagiert auf ein Gerücht. (Archivbild)Tom Weller/dpa
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Ex-Bundestrainer Joachim Löw ist Gerüchten um ein Comeback als Auswahlcoach Ghanas entgegengetreten. „Mit mir hat offiziell niemand von Ghana gesprochen“, sagte der 66-Jährige dem Pay-TV-Sender Sky. Zuvor hatte das Portal „ghanasoccernet“ berichtet, der Weltmeister-Trainer von 2014 könnte für die anstehende Fußball-WM die Nationalmannschaft Ghanas als Trainer übernehmen.
Demnach sollte Low kurz davor stehen, einen ausschließlich auf die Endrunde in den USA, Kanada und Mexiko bezogenen Vertrag zu unterschreiben. Eine offizielle Bestätigung wird laut des Berichts in den kommenden Tagen erwartet, zunächst müssten noch letzte Details geklärt werden. Das Portal beruft sich auf „mehrere Quellen“, die allerdings nicht näher genannt werden.
Winfried Schäfer, technischer Direktor des ghanaischen Verbandes, wirkte auf dpa-Anfrage überrascht. Er habe keinerlei Kenntnis von einem bevorstehenden Deal mit seinem Landsmann Löw. Die Trainersuche falle nicht in seinen Zuständigkeitsbereich, sondern in den des Präsidenten Kurt Edwin Simeon-Okraku. Ghanas Verband hatte sich nach der jüngsten 1:2-Niederlage der „Black Stars“ gegen die deutsche Mannschaft vom bisherigen Trainer Otto Addo getrennt.