Fussball

Iran drohen bei WM-Rückzug Millionenverluste und Strafen

Falls Iran die WM-Teilnahme absagt, drohen Geldstrafen und Rückzahlungen. Eine Millionen-Prämie wäre ebenfalls futsch - und selbst die WM 2030 stünde auf der Kippe.

03.03.2026

Donald Trump (l) und Gianni Infantino beim Handshake. (Archivbild)Jacquelyn Martin/AP/dpa

Donald Trump (l) und Gianni Infantino beim Handshake. (Archivbild)Jacquelyn Martin/AP/dpa

© Jacquelyn Martin/AP/dpa

Angesichts der Eskalation im Nahen Osten ist die WM-Teilnahme des Iran ungewiss. Ein freiwilliger Rückzug hätte vor allem finanzielle Folgen, wie aus Artikel 6.2 der FIFA-Regularien für das XXL-Turnier in den USA, Mexiko und Kanada hervorgeht.

250.000 Schweizer Franken (ca. 275.000 Euro) kostet es, mehr als 30 Tage vor der WM abzusagen. 500.000 Schweizer Franken (ca. 550.000 Euro) sind fällig, wenn es noch kurzfristiger geschieht. Außerdem müsste der Iran die von der FIFA erhaltenen Vorbereitungsgelder für die Mannschaft sowie alle anderen turnierspezifischen Beitragszahlungen zurückerstatten. 

Bei Boykott droht ein Ausschluss von WM 2030

Nach Angaben des Weltverbandes erhält jedes qualifizierte Team 1,5 Millionen US-Dollar, um die Vorbereitungskosten zu decken. Zudem gibt es ein Preisgeld von mindestens neun Millionen US-Dollar für die Mannschaften, die bei der WM die Plätze 33 bis 48 belegen. Dem Iran würden also Einnahmen im sechsstelligen Bereich entgehen. Außerdem würde das Land einen Ausschluss von der WM 2030 riskieren, wie aus dem Regelwerk der FIFA hervorgeht. 

Andererseits könnte auch der FIFA-Rat mit seinen 32 Mitgliedern über einen Ausschluss des Iran abstimmen. 

Welches Team würde nachrücken?

Der Iran soll in den USA in einer Gruppe mit Belgien, Neuseeland und Ägypten spielen. „Sicher ist, dass nach diesem Angriff nicht zu erwarten ist, dass wir hoffnungsvoll auf die WM blicken“, hatte der iranische Fußballpräsident Mehdi Taj am Wochenende gesagt. Die Situation werde sicherlich auch in den sportlichen Betrachtungen ein Thema sein und erfordere eine Entscheidung.

Falls der Iran seine Teilnahme absagen sollte, könnte vermutlich eine andere asiatische Mannschaft den Platz einnehmen. Als mögliche Nachrücker gelten vor allem der Irak und die Vereinigten Arabischen Emirate, da diese beide im Kampf um den letzten WM-Platz in den interkontinentalen Playoffs gegeneinander gespielt hatten.