Fussball

Historische Bayern-Aufholjagd - Heidenheim hofft wieder

Nach 0:3-Rückstand zur Pause gelingt dem FC Bayern eine spektakuläre Wende in Mainz. Im Tabellenkeller der Bundesliga schöpft Heidenheim neue Hoffnung, Leverkusen gewinnt das kleine Rhein-Derby.

25.04.2026

Die Meister-Bayern fanden in Mainz lange Zeit nicht ins Spiel - drehten dann aber auf.Thomas Frey/dpa

Die Meister-Bayern fanden in Mainz lange Zeit nicht ins Spiel - drehten dann aber auf.Thomas Frey/dpa

© Thomas Frey/dpa

Dem FC Bayern München ist die Generalprobe für den Champions-League-Kracher in drei Tagen bei Paris Saint-Germain mit einer irren Aufholjagd gerade noch geglückt. In Mainz siegte der alte und neue deutsche Meister am 31. Spieltag der Fußball-Bundesliga nach einer desaströsen ersten Halbzeit noch mit 4:3 (0:3). Im Abstiegskampf schöpft Schlusslicht Heidenheim durch das 2:0 (1:0) gegen den Tabellen-16. FC St. Pauli neue Hoffnung.

Der Vorletzte VfL Wolfsburg verpasste beim 0:0 gegen Borussia Mönchengladbach den erhofften Heimsieg. Bayer Leverkusen siegte im kleinen Rhein-Derby 2:1 (1:0) beim 1. FC Köln. Der FC Augsburg und Eintracht Frankfurt trennten sich 1:1 (1:0). Im Spätspiel wahrte die TSG Hoffenheim durch einen 2:1 (2:1)-Auswärtssieg beim Hamburger SV ihre Champions-League-Chancen. Das Europapokal-Ticket ist den Hoffenheimern schon nicht mehr zu nehmen.

Zur Pause führt Mainz 3:0 gegen Bayern

Die Mainzer demontierten den alten und neuen deutschen Meister in der ersten Halbzeit regelrecht. 3:0 stand es nach Toren von Dominik Kohr (15.), Paul Nebel (29.) und Sheraldo Becker (45.+2). Dass Bayern-Trainer Vincent Kompany im Vergleich zum 2:0-Pokalerfolg in Leverkusen acht Startelf-Wechsel vorgenommen hatte, bekam den Münchnern überhaupt nicht.

Küsschen für den Mainzer Torschützen zum 1:0: Nadiem Amiri (l) freut sich mit Dominik Kohr.Torsten Silz/dpa

Küsschen für den Mainzer Torschützen zum 1:0: Nadiem Amiri (l) freut sich mit Dominik Kohr.Torsten Silz/dpa

© Torsten Silz/dpa

Zur Pause kamen in Harry Kane und Michael Olise zumindest zwei Offensivstars in die Partie, und das zeigte prompt Wirkung. Nicolas Jackson (53.), Olise (73.) mit einem traumhaften Schlenzer, Jamal Musiala (81.) und Kane (83.) drehten die Partie komplett. Letztmals hatten die Münchner 1976 einen 0:3-Pausenrückstand beim legendären 6:5-Sieg in Bochum gedreht.

Heidenheimer Frühstarter schocken St. Pauli

Die Heidenheimer, die bei einer Niederlage gegen St. Pauli nicht mehr zu retten gewesen wären, starteten perfekt in die Partie. Stürmer Budu Siwsiwadse traf bereits nach drei Minuten zur Führung, die den Gastgebern sichtlich Schwung verlieh. In der Schlussphase machte Eren Dinkci (82.) alles klar. Das Team von Trainer Frank Schmidt liegt nun nur noch vier Punkte hinter den Hamburgern, die im Kampf um den Klassenverbleib schon seit Ende Februar auf einen Dreier warten.

Ballgewandt: Heidenheims Marvin Pieringer (r).Tom Weller/dpa

Ballgewandt: Heidenheims Marvin Pieringer (r).Tom Weller/dpa

© Tom Weller/dpa

Wolfsburger Nullnummer gegen Mönchengladbach

Die Wolfsburger kamen im Kellerduell gegen die Elf vom Niederrhein derweil nicht über ein 0:0 hinaus und bleiben Tabellenvorletzter. Gladbachs Jens Castrop (90.+2) sah glatt Rot. Auf den FC St. Pauli beträgt der Wolfsburger Rückstand immerhin nur noch einen Punkt. Und am 34. Spieltag reisen die Niedersachsen noch ans Hamburger Millerntor. Die Gladbacher sammelten dagegen einen weiteren Zähler für den Klassenverbleib und liegen drei Spieltage vor dem Saisonende sechs Punkte vor dem Relegationsplatz.

Hoch das Bein: Der Gladbacher Philipp Sander (r) geht gegen Wolfsburgs Mohamed Amoura beherzt zur Sache.Swen Pförtner/dpa

Hoch das Bein: Der Gladbacher Philipp Sander (r) geht gegen Wolfsburgs Mohamed Amoura beherzt zur Sache.Swen Pförtner/dpa

© Swen Pförtner/dpa

Schick führt Bayer zum Derbysieg

Doppelpacker Patrik Schick (43./Handelfmeter und 52.) wahrte mit seinen Toren die Leverkusener Hoffnungen auf die Champions-League-Qualifikation. Der 1. FC Köln, für den Joker Luca Waldschmidt (78.) traf, muss nach der 1:2-Derby-Niederlage im Abstiegskampf dagegen weiter zittern. Für die Gastgeber war es die erste Niederlage unter Trainer René Wagner.

Augsburg vorzeitig gerettet 

Nach dem 1:1 gegen Eintracht Frankfurt vorzeitig gerettet ist der FC Augsburg. Der Club darf damit für seine 16. Bundesliga-Saison planen. Anton Kade (44.) brachte die bayerischen Schwaben zunächst in Führung, Ritsu Doan (66.) glich für die Hessen aus. Das Unentschieden hievt die Frankfurter zumindest vorübergehend auf den siebten Platz. Am Sonntag kann der SC Freiburg, der wie die Eintracht bei 43 Punkten steht, in Dortmund nachlegen.

Rivalen am Rhein: Kölns Said El Mala (l) und Robert Andrich von Bayer Leverkusen.Federico Gambarini/dpa

Rivalen am Rhein: Kölns Said El Mala (l) und Robert Andrich von Bayer Leverkusen.Federico Gambarini/dpa

© Federico Gambarini/dpa

Augsburgs Robin Fellhauer (l) behauptet sich gegen den Frankfurter Love Arrhov.Daniel Löb/dpa

Augsburgs Robin Fellhauer (l) behauptet sich gegen den Frankfurter Love Arrhov.Daniel Löb/dpa

© Daniel Löb/dpa