Glücklicher Sieg in Köln: Bayer wahrt Königsklassen-Chance
Köln spielt stark, doch Leverkusen jubelt: Ein Elfmeter und ein Konter entscheiden das Derby. Trotz zahlreicher Kölner Chancen bleibt der Abstiegskampf für den FC nach der Niederlage spannend.
Patrik Schick jubelt über sein Tor zum 2:0. Federico Gambarini/dpa
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Bayer Leverkusen hat seine Chancen auf die Qualifikation für die Champions League gewahrt und einen stark aufspielenden 1. FC Köln im Abstiegskampf vorerst weiter zittern lassen. Drei Tage nach dem Aus im Pokalhalbfinale gegen den FC Bayern München setze sich die Mannschaft von Trainer Kasper Hjulmand glücklich mit 2:1 (1:0) im rheinischen Derby durch.
Vor 50.000 Zuschauern im Kölner Stadion brachte Doppeltorschütze Patrik Schick Leverkusen zunächst per Elfmeter (43. Minute) in Führung und legte in der 52. Minute nach. Der Kölner Anschlusstreffer durch Joker Luca Waldschmidt (78.) konnte die erste Niederlage nach zuletzt fünf ungeschlagenen Liga-Spielen in Serie für das Team von René Wagner nicht mehr verhindern.
Köln dominiert, verpasst aber Führung
Lautstark angetrieben von den Fans startete Köln schnell und druckvoll: Bereits in der 4. Minute vergab Said El Mala eine Großchance nach einem fatalen Fehlpass der Gäste. Kurz darauf setzte Jakub Kaminski den Ball ans Außennetz. Die Hausherren blieben am Drücker, doch Bayer-Keeper Blaswich parierte stark gegen El Mala (9.) und entschärfte wenig später auch einen Freistoß von Sebastian Sebulonsen (11.).
Erst nach fünf Abschlüssen der Kölner kam Bayer 04 zur ersten Offensivaktion: Nach einem Fehlpass von Eric Martel traf Schick jedoch nur den Pfosten (14.). Die Spielkontrolle verblieb aber klar bei den Gastgebern. Einen wuchtigen Abschluss von Martel (29.) sicherte Blaswich im Nachfassen, ehe sich El Mala einen verunglückten Pass der Gäste im Strafraum erlief, aber den Ball bei leerem Tor aus etwas zu spitzem Winkel an den Pfosten setzte (36.).
Köln drückt, Leverkusen trifft
Leverkusen tat sich indes extrem schwer, Tempo in die eigenen Aktionen zu bringen. Umso mehr konnten sie sich glücklich schätzen, nicht bereits zurückzuliegen, als Schiedsrichter Robert Hartmann nach einem durchaus umstrittenen Handspiel von Martel im Strafraum auf Elfmeter entschied. Marvin Schwäbe war an seinem 31. Geburtstag zwar noch am Ball, konnte den Führungstreffer durch Schick aber nicht verhindern.
Auch nach dem Seitenwechsel blieb Köln die spielbestimmende Mannschaft. Erneut war Blaswich, der für den mit Muskelproblem angeschlagenen Mark Flekken ins Tor gerückt war, gegen El Mala (49.) und nur kurz später auch gegen Kaminski (51.) zur Stelle. Doch direkt im Anschluss leitete Nathan Tella in seinem 100. Pflichtspiel für Leverkusen einen schnellen Konter ein und spielte scharf in die Mitte, wo Schick auf Höhe des Elfmeterpunkts zum 2:0 vollendete.
Zu spät effizient: Köln lässt zu viel liegen
Köln machte auch mit doppeltem Rückstand im Rücken absolut kein schlechtes Spiel, es mangelte jedoch an der Chancenverwertung. Allen voran El Mala versuchte mit aller Gewalt, die Kölner Offensivbemühungen zu veredeln. Er setzte eine Chance zunächst rechts neben das Tor (57.) und wenig später über den Kasten (66.). Der eingewechselte Waldschmidt brachte dann den Ball endlich im Tor unter und sorgte noch einmal für Spannung. Doch trotz intensiver Kölner Offensivbemühungen rettete Bayer die Führung glücklich über die Zeit.
Patrik Schick verwandelt den Elfmeter zum 1:0 für Leverkusen. Federico Gambarini/dpa
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Kölns Marius Bülter im Duell mit Leverkusens Exequiel Palacios. Federico Gambarini/dpa
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