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Gladbacher Krise: Schröder vermeidet Bekenntnis zu Polanski

Nach dem 0:5 in Freiburg ist der Druck in Mönchengladbach wieder einmal groß - und die Zukunft von Trainer Polanski äußerst fraglich. Sportdirektor Schröder äußert sich.

12.09.2026

Im Fokus: Der Gladbacher Trainer Eugen Polanski.Philipp von Ditfurth/dpa

Im Fokus: Der Gladbacher Trainer Eugen Polanski.Philipp von Ditfurth/dpa

© Philipp von Ditfurth/dpa

Eugen Polanski muss stark um seine Zukunft als Cheftrainer von Borussia Mönchengladbach bangen. Nach dem 0:5-Debakel in der Fußball-Bundesliga beim SC Freiburg vermied es Sportdirektor Rouven Schröder, dem 40 Jahre alten Coach eine Jobgarantie für das nächste Ligaspiel gegen Mainz 05 auszusprechen. „Ich lasse mich jetzt nicht auf ‚kannst du ausschließen, kannst du garantieren, wenn und aber ein‘“, antwortete Schröder nach der Partie auf eine entsprechende Frage. 

Eine Entscheidung über ein mögliches Ende von Polanskis Zeit als Gladbacher Trainer dürfte frühestens am Sonntagmorgen fallen. „Ich glaube, wir haben so viel mit uns selber jetzt erst mal zu tun, dass wir gut daran tun, einfach wirklich auch da eine Nacht drüber zu schlafen“, sagte Schröder. Dann gebe es Gespräche, auch mit den Geschäftsführern, aber „keine Krisensitzung“, betonte Schröder. Der Ablauf sei nach jeder Partie der gleiche, unabhängig vom Ergebnis.

Vor den Sonntagsspielen stehen die Gladbacher nach drei Partien punktlos und mit satten zwölf Gegentoren am Tabellenende. Nach dem schwachen Auftritt in Freiburg gab es deutliche Pfiffe von den Fans. „Wir haben die Schnauze voll“, skandierten die mitgereisten Anhänger. Polanski gebe sich aber „wie immer kämpferisch“, betonte Schröder: „Eugen ist auch einer, der auch letztes Jahr genauso in den Situationen klar geblieben ist.“

Wie geht es weiter bei der Borussia? Diese Frage muss auch Sportdirektor Rouven Schröder beantworten. (Archivbild)Jan Woitas/dpa

Wie geht es weiter bei der Borussia? Diese Frage muss auch Sportdirektor Rouven Schröder beantworten. (Archivbild)Jan Woitas/dpa

© Jan Woitas/dpa

Polanski kann Trainerdebatte „absolut nachvollziehen“

Polanski selbst sagte nach der Partie, die die Gladbacher nach Gelb-Rot für Tim Kleindienst in der 52. Minute zu zehnt beendeten, dass er die Diskussionen um seine Person „absolut nachvollziehen“ könne. „Wir haben deutlich zu wenige Punkte, dementsprechend ist es absolut auch gerechtfertigt.“

Fast auf den Tag genau vor einem Jahr hatte er den Job von Gerardo Seoane übernommen, zunächst als Interimslösung. Im November unterschrieb er einen Vertrag bis 2028, geriet aber im Lauf der weiteren Saison schon gehörig unter Druck. Letztlich kamen die Gladbacher als Tabellenzwölfter mit 38 Punkten ins Ziel.

Nun droht erneut früh in der Saison ein Trainerwechsel. „Zurzeit wackelt der Stuhl richtig gewaltig. Es ist ein Sturm in Mönchengladbach, was die Trainer-Position betrifft. Ich glaube, da ist nicht mehr viel Zeit, um über den Trainer nachzudenken“, sagte Rekordnationalspieler Lothar Matthäus bei Sky.

Sah Gelb-Rot: Gladbachs Kapitän Tim Kleindienst.Philipp von Ditfurth/dpa

Sah Gelb-Rot: Gladbachs Kapitän Tim Kleindienst.Philipp von Ditfurth/dpa

© Philipp von Ditfurth/dpa