Wintersport

Erstmals wieder Russen gegen Ukrainer bei Paralympics

Einen Tag nach der ersten Goldmedaille für Russland bei den Paralympics in Italien treten russische und ukrainische Sportler im Langlauf in der Loipe direkt gegeneinander an.

10.03.2026

Die russische Fahne weht bei den Paralympics.Martin Schutt/dpa

Die russische Fahne weht bei den Paralympics.Martin Schutt/dpa

© Martin Schutt/dpa

Bei den Langlaufwettbewerben der Paralympischen Spiele in Italien treffen erstmals auf paralympischer Bühne wieder russische und ukrainischen Athletinnen und Athleten in Rennen direkt aufeinander. In der Sprint-Qualifikation der sitzenden Männer (9.55 Uhr) im italienischen Tesero geht der Russe Ivan Golubkov laut Startliste nur 30 Sekunden nach dem Ukrainer Pavlo Bal ins Rennen. In der Klasse sind zudem vier weitere Ukrainer am Start.

Kurz darauf (10.55 Uhr) folgt bei den sehbehinderten Frauen ein weiteres direktes Aufeinandertreffen: Die Russin Anastasiia Bagiian geht unmittelbar vor der Ukrainerin Oksana Shyshkova in das klassische Rennen über die Sprint-Distanz. Ihre ukrainische Teamkollegin Romana Obasheva folgt nur wenig später. Direkt vor der Russin starten zudem drei deutsche Athletinnen mit ihren Guides. Die Halbfinals beginnen ab 12.15 Uhr, die Finals stehen ab 13.20 Uhr auf dem Programm.

Erstes Para-Gold für Russland

Am Dienstag hatte Skirennfahrerin Warwara Worontschichina als erste Sportlerin aus Russland bei den Winter-Paralympics in Italien eine Goldmedaille gewonnen. Bei der Siegerehrung wurde erstmals seit 2014 in Sotschi bei Paralympics nicht nur die russische Fahne gehisst, sondern auch die Hymne gespielt.

Wegen Dopingsanktionen und des Angriffskriegs gegen die Ukraine waren russische Sportler zuletzt allenfalls als neutrale Athleten ohne Flaggen, Symbole und Hymne zugelassen. Gleiches galt für Belarus als Unterstützer der Invasion. Im Herbst hob das Internationale Paralympics Komitee (IPC) den Bann jedoch auf.