Deutsche Hockey-Männer ziehen ins WM-Halbfinale ein
Weltmeister Deutschland braucht nach der Niederlage gegen Spanien einen Sieg im letzten WM-Zwischenrundenspiel gegen Australien - und gewinnt.
Der amtierende Weltmeister Deutschland steht erneut im WM-Halbfinale. (Archivbild)Dirk Waem//dpa
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Deutschlands Männer stehen im Halbfinale der Hockey-Weltmeisterschaft. Der Titelverteidiger setzte sich im letzten Zwischenrunden-Spiel im belgischen Wavre mit 4:2 (3:2) gegen Australien durch und ist damit nicht mehr von einem der ersten beiden Plätze in der Gruppe F zu verdrängen.
„Das ist der helle Wahnsinn. Das war unsere mit Abstand beste Leistung“, sagte Bundestrainer André Henning bei „MagentaSport“. Der Europameister brauchte nach der 1:2-Niederlage gegen Spanien einen Sieg, um aus eigener Kraft in die Runde der letzten Vier einzuziehen.
Deutschland dreht frühen Rückstand in nur 62 Sekunden
Zunächst hatten Hannes Müller (11. Minute) und Michel Struthoff (12.) mit ihren ersten Turniertoren den frühen Rückstand durch Blake Govers (3.) innerhalb von nur 62 Sekunden gedreht, ehe Justus Warweg (19.) im zweiten Viertel auf 3:1 erhöhte. Australien verkürzte kurz vor der Pause durch Joel Rintala (30.) auf 2:3. Der Weltmeister nahm den Videobeweis, doch die korrekte Ausführung wurde bestätigt und Deutschland verlor damit sein Anrufrecht.
Im dritten Viertel verwandelte Hugo von Montgelas (40.) die dritte Strafecke zum 4:2, auch für ihn war es das erste WM-Tor. Im Schlussviertel erhöhten die „Kookaburras“ noch einmal den Druck, aber die deutsche Defensive um Kapitän Tom Grambusch ließ nichts mehr zu. „Ich bin überglücklich. Es hatte sich abgezeichnet, dass wir so eine Energieleistung abrufen können“, sagte Grambusch. Henning ergänzte: „Dass wir in der Konstellation jetzt schon so gut sind, übertrifft alles, was ich dieses Turnier erwartet hätte.“
Halbfinal-Gegner wird erst am Montag ermittelt
Der Halbfinal-Gegner für den Freitagabend entscheidet sich erst am Montag zwischen Olympiasieger und Co-Gastgeber Niederlande sowie Argentinien, England und Indien.