China verliert Platz eins der Tischtennis-Weltrangliste
Dieser Machtwechsel hat eine historische Dimension: Zum ersten Mal seit langem ist kein Chinese mehr die Nummer eins der Tischtennis-Welt. Die große Dominanz ist vorerst vorbei.
Nicht mehr die Nummer eins der Weltrangliste: Tischtennis-Weltmeister Wang Chuqin aus China.Xu Bingjie/Xinhua/dpa
© Xu Bingjie/Xinhua/dpa
Zum ersten Mal seit Timo Boll im Jahr 2018 steht kein Chinese mehr an der Spitze der Tischtennis-Weltrangliste. Der Japaner Sora Matsushima löste zu Beginn der neuen Woche den amtierenden Weltmeister Wang Chuqin auf Platz eins des Rankings ab.
On top of the world 👑
— World Table Tennis (@WTTGlobal) October 5, 2026
Sora Matsushima is World No. 1 - a feat not achieved by a Japanese man since Seiji Ono in 1980; and Sun Yingsha has reclaimed the throne in the Women's Singles realm 👏#ITTFWorldRankings #TableTennis pic.twitter.com/SHC2Va8g8X
Ausgerechnet zu Beginn der China Open als wichtigstem Grand-Smash-Turnier des Jahres verstärkt sich damit der Eindruck, dass zumindest die erdrückende Dominanz der Chinesen im Tischtennis vorerst vorbei ist. Bei den Asien-Spielen vor zwei Wochen verloren sie das Endspiel des Mannschafts-Wettbewerbs mit 2:3 gegen Japan. Bei der Team-WM im Mai kassierten sie zum ersten Mal seit 26 Jahren überhaupt wieder eine Niederlage in einem Weltmeisterschafts-Spiel.
Der 19 Jahre alte Matsushima gewann im vergangenen Jahr das internationale WTT-Turnier in Frankfurt am Main. Er ist der erste Japaner seit Seiji Ono im Juli 1980, der auf Platz eins der Weltrangliste steht. Seit dem Jahr 2000 schafften das nur vier Spieler, die nicht aus China kommen: die beiden Deutschen Dimitrij Ovtcharov und Timo Boll, der Österreicher Werner Schlager sowie Wladimir Samsonow aus Belarus.