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Big Points im Keller: Fortuna hat alles in der eigenen Hand

Fortuna Düsseldorf feiert mit 42.165 Fans den Befreiungsschlag. Nun kommt es zum Endspiel in Fürth. Der letzte Schritt muss ohne einen Leistungsträger gemacht werden.

10.05.2026

Erleichterung bei Fortuna Düsseldorf nach dem wichtigen Heimsieg. Anke Waelischmiller/dpa

Erleichterung bei Fortuna Düsseldorf nach dem wichtigen Heimsieg. Anke Waelischmiller/dpa

© Anke Waelischmiller/dpa

Mit einem Befreiungsschlag im Abstiegskampf hat Fortuna Düsseldorf im letzten Heimspiel der Saison ein deutliches Ausrufezeichen gesetzt und den Klassenerhalt in der 2. Fußball-Bundesliga nun komplett selbst in der Hand. Durch den 3:1-Erfolg (2:0) gegen den Aufstiegsaspiranten SV Elversberg geht die Mannschaft von Trainer Alexander Ende als Tabellen-15. auf einem Nicht-Abstiegsplatz ins Saisonfinale.

Dort gastieren die Düsseldorfer dann bei Greuther Fürth, die nach einer 1:2-Niederlage bei Hertha BSC drei Punkte hinter der Fortuna auf einem direkten Abstiegsplatz liegen und überdies auch ein um fünf Tore schlechteres Torverhältnis haben. „Wir spielen in Fürth und haben es in der eigenen Hand. Hätte uns das vor dem Wochenende einer gesagt, hätten wir das sofort unterschrieben“, sagte Düsseldorfs Sportvorstand Sven Mislintat.

Ein Eigentor von Elversbergs Florian Le Joncour (26. Minute) brachte die Fortuna nach einer scharfen Hereingabe von Marin Ljubicic in Führung. Cedric Itten (43.) erhöhte noch vor der Pause per Kopf auf 2:0. Die Gäste wirkten bemüht, wurden aber nicht zwingend. Itten (51.) nutzte einen Ausrutscher von SVE-Keeper Nicolas Kristof zum 3:0. Mit dem zweiten Eigentor des Tages sorgte Tim Oberdorf (90.+1) nach einer Ecke für Elversbergs Ehrentreffer.

Großer Fan-Support für die Fortuna 

Bereits vor der Partie hatten hunderte Anhänger an einem Fanmarsch entlang des Rheins zum Stadion teilgenommen. Die nordrhein-westfälische Landeshauptstadt war an zahlreichen Orten mit Unterstützungsbekundungen und Fahnen für den Verein geschmückt. Vor Anpfiff zeigten die Fans im mit 42.165 Zuschauern gut gefüllten Düsseldorfer Stadion eine rot-weiße Choreo und unterstützten ihr Team über die gesamte Partie hinweg mit lautstarken Gesängen.

Mit den Fans im Rücken hat Fortuna Düsseldorf einen wichtigen Sieg errungen. Anke Waelischmiller/dpa

Mit den Fans im Rücken hat Fortuna Düsseldorf einen wichtigen Sieg errungen. Anke Waelischmiller/dpa

© Anke Waelischmiller/dpa

„Es ist mir eine Herzensangelegenheit jedem, der heute da war, Danke zu sagen“, würdigte Trainer Ende. Der Support der Fans sei in den vergangenen beiden Heimspielen unter ihm als Coach ein „Riesen-Faktor“ gewesen. Bereits vor zwei Wochen hatte Fortuna mit einem 3:1-Heimsieg gegen Dynamo Dresden immens wichtige Punkte für den Klassenerhalt gesammelt. Man habe nun die „bestmöglich Ausgangslage“ geschaffen, betonte Ende. 

Doppeltorschütze Itten in Fürth nur Zuschauer 

Mit einem Sieg am kommenden Sonntag (15.30 Uhr) bleibt Fortuna nach einer turbulenten Saison im Fußball-Unterhaus. „Wir wollen die drei Punkte, wir wollen aus dem letzten Spieltag das Maximum herausholen. Wir wollen Fürth schlagen und da müssen wir einfach diese Woche noch eine Schippe drauflegen“, gab Kapitän Florian Kastenmeier vor. „Es macht gar keinen Sinn, auf irgendwas zu spielen. Also nicht rechnen, nicht auf die Tabelle gucken, das macht keinen Sinn.“ 

Doppeltorschütze Cedric Itten fehlt im Endspiel.. Anke Waelischmiller/dpa

Doppeltorschütze Cedric Itten fehlt im Endspiel.. Anke Waelischmiller/dpa

© Anke Waelischmiller/dpa

Verzichten muss Fortuna im Endspiel auf Doppeltorschütze Itten, der nach seiner fünften Gelben Karte gesperrt ist. „Natürlich nervt mich das. Aber ich werde das Team von außen unterstützen“, sagte der Schweizer, bei dem die Erleichterung über den wichtigen Dreier überwog: „Solche Momente wie heute können den Verein und die Stadt wieder zusammenschweißen - auch nach einer nicht einfachen Saison - und auch für die Zukunft viel auslösen.“