Belarussin Sabalenka muss warten: Noch keine Fahne im Tennis
Das IOC hebt die Sanktionen gegen Sportler und Sportlerinnen aus Belarus auf. Der Tennis-Weltverband hat damit keine Eile.
Muss sich in Geduld üben: Aryna Sabalenka. (Archivbild)Alberto Gardin/ZUMA Press Wire/dpa
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Die Weltranglisten-Erste Aryna Sabalenka aus Belarus wird trotz der Aufhebung des IOC-Banns vorerst weiter ohne nationale Symbole wie die Flagge für Turniersiege geehrt. Wie der Internationale Tennis-Verband (ITF) mitteilte, bleiben die bestehenden Regeln mindestens bis zum Herbst in Kraft. Erst auf der Vollversammlung im Oktober solle über die Mitgliedschaft des belarussischen Tennis-Verbandes entschieden werden, hieß es.
ITF statement on Belarus and Russian Tennis Federations:
— ITF Media (@ITFMedia) May 8, 2026
"The International Tennis Federation confirms that the IOC’s announcement does not change its existing position regarding the Belarus and Russian Tennis Federations' suspensions which remain in place.
(continues below)
Am Donnerstag hatte das Internationale Olympische Komitee (IOC) die Sanktionen gegen Sportlerinnen und Sportler aus Belarus aufgehoben. Die Athleten aus dem Land dürfen künftig wieder unter eigener Flagge und mit eigener Hymne an allen internationalen Events teilnehmen, auch an Mannschaftswettbewerben, wie die IOC-Spitze nach Beratungen in Lausanne entschied. Die Beschränkungen gegen Russland bleiben dagegen in Kraft.
Paralympics-Komitee als Vorreiter
Seit Beginn des russischen Angriffskrieges in der Ukraine vor mehr als vier Jahren hatte das IOC sowohl Russlands Sportler als auch die belarussischen Athleten mit Sanktionen belegt. Belarus unterstützt Russland im Krieg gegen die Ukraine. An den Olympischen Spielen in Paris 2024 und den Winterspielen in Mailand und Cortina d’Ampezzo in diesem Jahr durften nur Einzelsportler beider Nationen als neutrale Athleten teilnehmen.
Allerdings hatte das Internationale Paralympics-Komitee (IPC) den Bann gegen Sportler aus beiden Ländern bereits aufgehoben. Bei den Winter-Paralympics in Mailand und Cortina gab es schon keine Beschränkungen mehr. Für die alpine Skirennfahrerin Warwara Worontschichina war bei der Siegerehrung im Super-G erstmals seit 2014 in Sotschi bei Paralympics nicht nur die russische Fahne gehisst, sondern auch die Hymne gespielt worden.