Welt-Protesttag „Fridays for Future“ mit Rosenmontagswagen

dpa/lnw Düsseldorf. Die Düsseldorfer Jugend hat sich etwas Besonderes einfallen lassen zum globalen Protesttag Fridays for Future: Mit einem Karnevalswagen und einem „Die-in“ wollen sie vor den Folgen der Umweltzerstörung warnen.

Welt-Protesttag „Fridays for Future“ mit Rosenmontagswagen

Am Welt-Protesttag der Klimaschutzbewegung „Fridays for Future“ wollen auch in Nordrhein-Westfalen Tausende Schüler, Studierende und Unterstützer demonstrieren. Einen besonderen Hingucker wird es heute in Düsseldorf geben: Dort wird ein verschenkter Rosenmontagswagen des Düsseldorfer Künstlers Jacques Tilly an den Start gehen. Der Motivwagen zeigt die 16-jährige schwedische Klima-Aktivistin Greta Thunberg als Pappmaché-Figur, die der Elterngeneration die Ohren lang zieht.

Außerdem planen die Aktivisten in der Landeshauptstadt mit einer symbolischen Sterbe-Aktion, einem sogenannten „Die-in“, um auf die Gefahren des Klimawandels aufmerksam zu machen. In einem Aufruf warnen sie: „Die Uhr tickt und die Zeit spielt gegen uns. Wir sind die letzte Generation, die noch was retten kann.“

In Düsseldorf werden über 1000 Teilnehmer erwartet - teils auch aus Nachbarstädten. Ortsgruppen aus vielen anderen Städten des Landes meldeten ebenfalls Kundgebungen an. Allein in der Bundesstadt Bonn rechnen die Veranstalter nach Polizeiangaben mit 2000 Teilnehmern.

Die Aktionen, die unter anderem auch von Eltern und Wissenschaftlern unterstützt werden, sind umstritten, weil Tausende Schüler seit Wochen die Schulpflicht wegen der Demonstrationen verletzen. Der Münsteraner Rechtswissenschaftlers Tristan Barczak empfiehlt, demonstrationsfreudige Schüler ernst zu nehmen und auf Zwangsmaßnahmen zu verzichten.