Verdi ruft Handelsbeschäftigte in NRW zu Warnstreik auf
dpa/lnw Düsseldorf. Die Gewerkschaft Verdi hat die Beschäftigten des Einzelhandels und des Groß- und Außenhandels in Nordrhein-Westfalen für Mittwoch zu einem ganztägigen Warnstreik aufgerufen. Zu einer zentralen Kundgebung am Mittwoch in Düsseldorf würden rund 4000 Streikende aus dem ganzen Bundesland erwartet, berichtete die Gewerkschaft.
Ein Mitarbeiter während einer Kundgebung mit einer verdi-Fahne und Warnweste.
© Gregor Fischer/dpa
Tarife
Mit dem landesweiten Warnstreik will die Gewerkschaft ihren Forderungen in den laufenden Tarifverhandlungen Nachdruck verleihen. Die bisherigen Angebote der Arbeitgeber gingen angesichts der hohen Inflation an der Realität vorbei, sagte Verdi-Verhandlungsführerin Silke Zimmer.
Verdi fordert für die Einzelhandelsbeschäftigten im bevölkerungsreichsten Bundesland 2,50 Euro mehr Gehalt und Lohn pro Stunde. Die Arbeitgeber hatten in der ersten Verhandlungsrunde im April ein Angebot in Höhe von drei Prozent zum Abschlussmonat und weitere zwei Prozent ab dem 1. Mai 2024 vorgelegt. Darüber hinaus sieht es die Zahlung von Inflationsausgleichsprämien vor. Die Verhandlungen für den Einzelhandel werden am 22. Mai in Recklinghausen fortgesetzt.
Im Groß- und Außenhandel NRW fordert Verdi eine Erhöhung der Entgelte von 13 Prozent, mindestens aber 400 Euro. Hier hatten die Arbeitgeber im April ein erstes Angebot vorgelegt, das eine Erhöhung von 4 Prozent zum 1. Dezember 2023 und eine weitere um 2,1 Prozent zum 1. Dezember 2024 sowie Inflationsausgleichsprämien vorsah. In Groß- und Außenhandel sollen die Verhandlungen am 25. Mai 2023 in Düsseldorf fortgesetzt werden.
© dpa-infocom, dpa:230517-99-719682/3