Spezialrohre für erstes LNG-Terminal kommen aus Hamm

dpa/lnw Hamm/Wilhelmshaven. Deutschlands erstes Flüssiggasterminal in Wilhelmshaven soll unter anderem mit Spezialrohren aus Hamm an das europäische Ferngasnetz angeschlossen werden. NRW-Wirtschaftsministerin Mona Neubaur besichtigte am Freitag die Rohrfertigung bei der Firma Mannesmann Line Pipe, die zum Stahlkonzern Salzgitter gehört. Mit den Stahlrohren leiste das Werk nicht nur einen wichtigen Beitrag für den schnellen Bau des LNG-Terminals, sondern auch für die Gasversorgungssicherheit in Deutschland, sagte die Grünen-Politikerin. Das Terminal soll im kommenden Winter in Betrieb gehen. Die vorbereitenden Arbeiten haben bereits begonnen. Betreiber ist das Energieunternehmen Uniper.

Spezialrohre für erstes LNG-Terminal kommen aus Hamm

Am zukünftigen Anleger für das FSRUs (floating Storage and Regasification Units) für den Flüssiggasimport für Deutschland findet der erste Rammschlag statt.

Produziert werden in Hamm in den kommenden Tagen rund 3,3 Kilometer Stahlrohre für eine Gashochdruckleitung. Sie sollen mit Lastwagen in den Norden gefahren werden. Die Rohre mit einem Durchmesser von rund 60 Zentimetern sollen das an einem Spezialschiff angelandete Gas über eine Landungsbrücke ans Festland leiten. Von dort wird es dann über eine ebenfalls noch zu bauende, 26 Kilometer lange Leitung des Ferngasnetzbetreibers Open Grid Europe in das europäische Ferngasnetz geleitet. Die Rohre für diese 26-Kilometer-Leitung werden ebenfalls von einer Mannesmann-Tochtergesellschaft gefertigt, von der Firma Mannesmann Großrohr. Sie werden in Salzgitter gefertigt und mit Güterwaggons an die Baustelle gebracht.

Neben Wilhelmshaven sind schwimmende LNG-Terminals auch in Brunsbüttel, Stade und Lubmin geplant.

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