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Nach Eklat: Weichenstellung im Prozess um Rizin-Bombenbau

Prozesse

Mittwoch, 25. März 2020 - 17:54 Uhr

von Deutsche Presse Agentur

dpa/lnw Düsseldorf. Nach einem Eklat steht der Düsseldorfer Terrorprozess um den Bau einer Bombe mit dem hochgiftigen Rizin vor einer entscheidenden Weichenstellung. Die Verteidiger einer 44-jährigen Angeklagten hatten am vergangenen Freitag die Verhandlung auf eigene Faust vorzeitig verlassen. Die Schutzmaßnahmen gegen das Coronavirus seien nicht ausreichend, hatten sie behauptet. Daraufhin hatte der Strafsenat das Verfahren gegen ihre Mandantin abgetrennt, wie ein Gerichtssprecher am Mittwoch sagte.

Beide Verfahren sollen an diesem Donnerstag fortgesetzt werden. Sollte es im Verfahren gegen die Frau zu einem Neustart mit neuen Verteidigern kommen, könnte das Gericht den bisherigen Verteidigern die Kosten für das vergeblich geführte Verfahren aufbürden.

In dem Fall stünde die Sache gegen ihren mitangeklagten Ehemann kurz vor der Entscheidung. Es könnte plädiert werden. Eine weitere Variante wäre, gegen den Ehemann weiter zu verhandeln und das Verfahren gegen die Ehefrau auszusetzen. Auch in dem Fall könnte gegen den Ehemann ein Urteil ergehen. Sollten sich die Verteidiger der Ehefrau zu einer Rückkehr ins Verfahren bewegen lassen, könnten die nun getrennten Verfahren wieder verbunden werden. In dem Fall stünde die Aussage der 44-Jährigen an.

Das Ehepaar soll gemeinsam einen islamistischen Anschlag geplant und arbeitsteilig an der Bombe gebaut haben. Dem 31-jährigen Tunesier und seiner deutschen Frau wird seit Juni 2019 am Oberlandesgericht Düsseldorf der Prozess gemacht.

Das Paar hatte laut Bundesanwaltschaft begonnen, hochgiftiges Rizin aus Tausenden Rizinus-Samen zu gewinnen. Das Gift sollte demnach mit einem Sprengsatz in einer Menschenmenge verteilt werden. Es wäre der erste Terroranschlag mit einer sogenannten ABC-Waffe in Deutschland gewesen.

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