Möglicher Bombenfund in Köln könnte zu A3-Sperrung führen

dpa/lnw Köln. Bei Bauarbeiten an einer Klinik in Köln ist man auf Metall unter der Erde gestoßen. Handelt es sich um eine Bombe, hätte das erhebliche Konsequenzen. Am Sonntag wollen Experten Klarheit schaffen - und im Ernstfall sofort reagieren.

Möglicher Bombenfund in Köln könnte zu A3-Sperrung führen

Wegen einer möglichen Weltkriegsbombe im Boden droht am Sonntag in Köln die Sperrung der Autobahn 3 und die Evakuierung einer Klinik mit mehr als 450 Betten. Im Erdreich nahe der Klinik sei man auf eine „metallische Auffälligkeit“ gestoßen, teilte die Stadt Köln mit. Fachleute wollen heute am Fundort graben, um Gewissheit zu schaffen, um was es sich dabei handelt. Findet man tatsächlich eine Bombe, muss sie sofort entschärft werden.

Eine Entschärfung hätte weitreichende Folgen. Die A3, die in unmittelbarer Nähe verläuft, müsste in beide Fahrtrichtungen voll gesperrt werden. Betroffen wäre der besonders stark frequentierte Abschnitt zwischen dem Kreuz Heumar und dem Kreuz Köln Ost. In dem Bereich fahren pro Tag im Durchschnitt mehr als 170 000 Fahrzeuge, wie aus Daten des Landesbetriebs Straßen.NRW hervorgeht. Deshalb war die Aktion auf den verkehrsarmen Sonntag gelegt worden.

Zudem müssten die Mitarbeiter und Patienten der Klinik in Sicherheit gebracht werden. Im Evakuierungsbereich leben nach Angaben der Stadt zudem rund 600 Menschen, die ihre Wohnungen verlassen müssten.

Sondierungen wie jene an der Klinik kämen in Köln häufig vor, betonte die Stadt. „Nur in rund 10 Prozent der Fälle wird bei der späteren Aufgrabung tatsächlich ein Bombenblindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden.“