Geldstrafe für Attacke auf Gerichtsvollzieher

dpa/lnw Düsseldorf. Vier Jahre nach dem Angriff auf einen Gerichtsvollzieher hat das Düsseldorfer Amtsgericht einen 38-Jährigen zu einer Geldstrafe von 4400 Euro verurteilt. Nach Überzeugung des Gerichts wollte der Mann im März 2015 die angeordnete Räumung seiner Wohnung in Düsseldorf nicht akzeptieren und wurde gewalttätig. Er schlug dem Gerichtsvollzieher mit der Faust ins Gesicht, so dass dessen Lippe aufplatzte. Zwei hinzugerufene Polizisten beschimpfte der türkische Familienvater laut Urteil von Mittwoch als „Wichser“ und „Missgeburt“.

Geldstrafe für Attacke auf Gerichtsvollzieher

Der Angeklagte war nicht zum Prozess erschienen. Er hatte dem Gericht zwei Tage zuvor telefonisch mitgeteilt, dass er nicht kommen könne, weil er wegen seiner erkrankten Frau in der Türkei sei. Dies sei kein ausreichender Grund, der Verhandlung fernzubleiben, befand der Richter und verhängte per Strafbefehl die Geldstrafe. Dagegen kann der Angeklagte Einspruch einlegen. Dann muss der Fall erneut verhandelt werden.