NRW

Ermittlungen gegen Schweinemastbetriebe wegen Tierquälerei

Die Staatsanwaltschaft Münster hat Ermittlungen gegen drei Schweinemastbetriebe wegen möglicher Verstöße gegen das Tierschutzgesetz aufgenommen. Anzeigen einer Tierschutzorganisation sind Ausgangspunkt für die Ermittlungen. In einer Pressemitteilung der Organisation wird auch auf einen Betrieb aus dem Kreis Borken hingewiesen.

21.09.2022

Gegen mehrere Schweinemastbetriebe hat eine Tierschutzorganisation Anzeige erstattet.

Gegen mehrere Schweinemastbetriebe hat eine Tierschutzorganisation Anzeige erstattet.

© Sina Schuldt

Tierschutzorganisation nennt auch Betrieb aus dem Kreis Borken

MÜNSTER/KREIS BORKEN. Ausgangspunkt seien Anzeigen des Deutschen Tierschutzbüros, sagte Oberstaatsanwalt Martin Botzenhardt am Mittwoch auf Anfrage. Den Anzeigen seien USB-Sticks mit Fotos beigefügt, die derzeit geprüft würden.

Dem Deutschen Tierschutzbüro liegt nach eigenen Angaben aus sieben Zulieferbetrieben für den Fleischproduzenten Westfleich Bildmaterial vor. In allen dokumentierten Betrieben werden nach Angaben der Tierschützer Schweine gequält. Die Videoaufnahmen, die im Mai entstanden seien, sollen unter anderem 8Schweine mit offenen Wunden zeigen, verletzte Tiere, die nicht mehr aus eigener Kraft hochkommen oder auch tote Schweine. Sieben Veterinärämter seien informiert worden.

Laut der Pressemitteilung handelt es sich um Betriebe aus den Kreisen Lippe, Höxter, Paderborn, Warendorf, Steinfurt, Borken (NRW) und der Landkreis Hameln-Pyrmont in Niedersachsen. Westfleisch ist einer der größten Fleischproduzenten in Deutschland und beliefert alle Discounter und Supermarktketten.

In dem Betrieb im Kreis Borekn „wurden verletzte, kranke und tote Tiere vorgefunden und dokumentiert“, heißt es in der Pressemitteilung des Deutschen Tierschutzbüros. Dem Betrieb wird vorgeworfen, dass Nabelbrüche nicht behandelt worden seien und dass Trinkwasser in den Kastenständen abgestellt worden sei.

Wir berichten nach.

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© Sina Schuldt