NRW

Entwarnung nach Bombendrohung an Gesamtschule Wulfen

Ein Großaufgebot der Polizei ist aktuell an einer Schule in Barkenberg im Einsatz. Grund für den Einsatz ist eine E-Mail.

06.11.2023

Entwarnung nach Bombendrohung an Gesamtschule Wulfen

© BLUDAU FOTO

Großeinsatz für Polizei in Barkenberg

WULFEN. Ein aufregender Morgen liegt hinter den Schülern, den Eltern und den Lehrkräften der Gesamtschule Wulfen. Eine E-Mail mit einer Bombendrohung hatte vor Unterrichtsbeginn am Montagmorgen für einen großen Polizeieinsatz gesorgt. Rund 1.500 Menschen mussten das Schulgebäude in Wulfen verlassen. Auch das umliegende Gelände wurde abgeriegelt und durchsucht.

Um 11 Uhr dann die Entwarnung der Polizei: Die Beamten hatten keinen verdächtigen Gegenstand gefunden. Dementsprechend hatte sich die Aufregung am frühen Nachmittag gelegt. Ohne auf den Inhalt der Droh-Mail einzugehen, erklärte Schulleiter Hermann Twittenhoff: „Das Sekretariat hat die Mail zur Kenntnis genommen. Ich habe sie ebenfalls gelesen und ernst genommen.“ Dann habe er die Polizei informiert und alle internen Abläufe zur Räumung in die Wege geleitet.

„Das Prozedere ist eindeutig“, führt Hermann Twittenhoff aus. Er berichtete, dass alles „ruhig und professionell“ verlaufen sei. Ein großes Kompliment machte der Schulleiter den Kindern und Jugendlichen. Auch die Lehrkräfte hätten „hochprofessionell“ gehandelt. All das, was während der turnusmäßigen Evakuierungsübungen geübt werde, sei sehr gut umgesetzt worden.

Zwar beschäftige sich die Schule mit derartigen „Krisen“, wie Twittenhoff sagte, aber Bombendrohung sei bislang noch nicht vorgekommen: „Das ist ein neues Ereignis für uns. So was haben wir noch nicht gehabt.“

Für die endete der Unterricht also, bevor er begonnen hatte. Die Lehrkräfte führten die Kinder und Jugendlichen zügig weg vom Schulgebäude. Viele von ihnen wurden kurz darauf von ihren Eltern abgeholt. Der Unterricht solle am heutigen Dienstag jedoch wieder wie geplant stattfinden.

Es gebe allerdings eine kleine Änderung, wie Hermann Twittenhoff ankündigt: „Wir werden die erste Stunde nutzen, um den Schülerinnen und Schülern ein Gesprächsangebot zu machen.“ So könne geschaut werden, ob die Kinder und Jugendlichen das Erlebte wirklich so gut weggesteckt haben, wie der erste Eindruck es vermuten ließ.

Die Bombendrohung mit anschließender Räumung des Schulgeländes hatte aber nicht nur Auswirkungen auf den Schulalltag. So hat das Hallenbad Wulfen, das in unmittelbarer Nähe zur Gesamtschule liegt, alle Kurse am Montag abgesagt.

In den vergangenen Wochen und Monaten ist es vermehrt zu Bombendrohungen gegen Schulen im Ruhrgebiet gekommen. Zuletzt war das Hans-Böckler-Berufskolleg in Marl betroffen. Im Januar hatte es sogar gleich zwei Drohungen innerhalb weniger Tage gegen die Gesamtschule Bismarck in Gelsenkirchen gegeben.

Entwarnung nach Bombendrohung an Gesamtschule Wulfen

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