11.000 Menschen bei Demonstrationen in Düsseldorf

dpa/lnw Düsseldorf. Insgesamt 11.000 Menschen sind nach Polizeiangaben in Düsseldorf bei zwei Demonstrationen auf die Straßen gegangen. Am Christopher Street Day (CSD) setzten am Samstag 6000 Menschen mit einer farbenfrohen Demonstration durch das Stadtgebiet in Richtung Rheinufer ein Zeichen für Vielfalt und Respekt. Unter dem Motto „Leben und leben lassen“ findet an diesem Wochenende der 19. CSD in Düsseldorf statt.

Mit den Aktionen wird weltweit an die sogenannten Stonewall-Aufstände erinnert. Sie waren eine Serie von gewalttätigen Konflikten zwischen Homosexuellen und Polizisten in der Christopher Street in New York 1969.

Zeitgleich nahmen rund 5000 Menschen an einer Demonstration der Initiative „Defend Kurdistan“ teil. Der Dachverband der kurdischen Kulturvereine (Kon-Med) hatte bundesweit dazu aufgerufen, um gegen den „türkischen Angriffskrieg“ zu protestieren.

„Beide Demonstrationen sind friedlich verlaufen“, sagte ein Polizeisprecher. Die Veranstalter der kurdischen Demo sprachen von 20.000 Teilnehmern. „Während die Aufmerksamkeit der Medien und der Öffentlichkeit auf den Krieg in der Ukraine gerichtet ist, fliegen türkische Drohnen täglich Angriffe auf Rojava, Shengal und den Nordirak“, so ein Redner.

© dpa-infocom, dpa:220625-99-798095/3

Informationen zum CSD