Wissenschaft

Zahl der Arbeitslosen in NRW leicht gestiegen

Im März gab es auf dem Arbeitsmarkt noch Anzeichen für eine leichte Entspannung. Nun hat sich Lage im Bundesland jedoch wieder verschlechtert. Grund ist auch der Krieg im Iran.

30.04.2026

Zum Monatsende waren in NRW gut 793.100 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet. (Symbolbild)Oliver Berg/dpa

Zum Monatsende waren in NRW gut 793.100 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet. (Symbolbild)Oliver Berg/dpa

© Oliver Berg/dpa

Die Zahl der Arbeitslosen in Nordrhein-Westfalen ist im April im Vergleich zum März um 3.270 auf rund 793.100 Menschen gestiegen. Die Arbeitslosenquote lag mit 7,9 Prozent auf dem Niveau des Vormonats, wie die Regionaldirektion NRW der Bundesagentur für Arbeit in Düsseldorf mitteilte. Vor einem Jahr lag die Quote bei 7,8 Prozent. Die Bundesagentur griff für die Statistik auf Datenmaterial zurück, das bis zum 13. April vorlag.

Üblicherweise sinkt die Arbeitslosigkeit im April, sagte Dirk Strangfeld, 
Geschäftsführer der Regionaldirektion. In den vergangenen vier Jahren sei das 
jedoch dreimal nicht der Fall gewesen. „Grund ist die anhaltend krisenhafte Lage in der Weltwirtschaft, die sich sichtbar auch am Arbeitsmarkt in NRW auswirkt.“ Die zuletzt positive Entwicklung wurde dadurch gebremst.

Mehr Bewerber für Ausbildungsstellen

Die Unsicherheit in der Wirtschaft ist nach Angaben von Strangfeld hoch. „Es fällt Unternehmen schon länger schwer, die zukünftige Geschäftsentwicklung einzuschätzen.“ Die Lage habe sich zuletzt weiter verschärft, auch durch den Krieg im Iran und dessen Folgen, etwa auf die Preisentwicklung. Bei Personalentscheidungen zögerten Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber deshalb erneut stärker. Die Regionaldirektion verzeichnete im April rund 2.500 mehr Arbeitslosmeldungen als vor einem Jahr.

Angespannt ist die Lage auch auf dem Ausbildungsmarkt. Die Zahl der angebotenen Stellen liegt auf einem historisch niedrigen Stand. „Dabei zeigt sich gleichzeitig am Arbeitsmarkt deutlich, wie sehr junge Menschen mit Qualifikation gesucht werden“, sagte Geschäftsführer Strangfeld. Die Agenturen für Arbeit verzeichneten bis Ende April 86.754 Bewerberinnen und Bewerber für eine Ausbildung - ein Plus von 0,6 Prozent. Die Zahl der betrieblichen Ausbildungsstellen sank jedoch im vierten Jahr in Folge. Im April wurden knapp 77.300 gezählt - 12,2 Prozent weniger als vor einem Jahr.