Viel mehr Ausländer mit Ausbildungsvertrag am Start in NRW
Bis 2025 hat sich in NRW binnen zehn Jahren die Zahl der neuen Azubis mit ausländischem Pass fast verdoppelt. Dagegen sinkt die Zahl der deutschen Azubis, die eine Ausbildung im dualen System starten.
In NRW ist die Zahl der ausländischen Azubis gestiegen. (Archivbild) Oliver Berg/dpa
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Düsseldorf (dpa/lnw)- In Nordrhein-Westfalen haben im vergangenen Jahr 16.164 Personen mit ausländischer Staatsangehörigkeit einen Ausbildungsvertrag im dualen System abgeschlossen - das waren fast doppelt so viele wie zehn Jahre zuvor. Die meisten ausländischen Azubis kamen aus der Ukraine (1.890 Personen) und aus Syrien (1.860 Personen), wie das Statistische Landesamt IT.NRW mitteilte. Es folgen je mehr als 1.000 neuen Auszubildenden Vietnam, die Türkei und der Irak.
Blick zurück: 2015 hatten zunächst 8.124 nichtdeutsche Azubis ihre Ausbildung begonnen. Seitdem steigt die Zahl nahezu kontinuierlich an. Im Vergleich zum Vorjahr 2024 war es den Angaben zufolge ein Plus von gut 19 Prozent.
Bei deutschen Azubis sinkt die Zahl der neuen Ausbildungsverträge
Im Gegensatz dazu hat die Zahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge bei deutschen Azubis im Zehnjahresvergleich um 22,6 Prozent erheblich abgenommen. 2015 hatten noch 107.835 deutsche Azubis ihre Ausbildung begonnen - 2025 starteten lediglich 83.424 Deutsche ins duale System. Im Vergleich zum Vorjahr 2024 war das ein Minus von 8,7 Prozent.
Insgesamt wurden 2025 demnach 99.588 neue Ausbildungsverträge in NRW geschlossen. Die Zahl der abgeschlossenen Ausbildungsverträge im dualen System lag damit laut IT.NRW erstmals unter 100.000. Auch die Gesamtzahl aller Azubis ging zurück: Ende 2025 befanden sich 266.943 Personen in einer dualen Ausbildung im bevölkerungsreichsten Bundesland.