USA kündigen Zölle auf diverse Importe aus Brasilien an
Die USA kündigen einen Zollsatz von 25 Prozent für einige Produkte aus Brasilien an und begründen das mit angeblich unfairen Handelspraktiken. Ähnliche Ermittlungen laufen auch gegen Deutschland.
USA belegen Brasilien mit Zöllen. (Archivbild)Mark Schiefelbein/AP/dpa
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Die US-Regierung will diverse Importgüter aus Brasilien mit einem Zollsatz in Höhe von 25 Prozent belegen. Ausgenommen seien etwa Produkte, die in den USA nicht ausreichend vorhanden seien oder eine besonders sensible Lieferkette hätten, teilte ein US-Regierungsbeamter mit. Dazu zählen demnach Erdöl und Gas, Rindfleisch, Orangensaft sowie bestimmte Flugzeugteile. Fällig seien die Zölle ab nächster Woche Mittwoch.
Vorangegangen sei eine Untersuchung, die eine Vielzahl von unfairen Handelspraktiken offenbart habe. Dazu zählten Handelsvorteile für Indien und Mexiko, die den USA nicht zugutekämen, bemängelt der Regierungsbeamte. Zudem kritisieren die USA angebliche Hemmnisse für ihre Tech-Konzerne und Finanzdienstleister, die in Brasilien mit unfairen Restriktionen zu kämpfen hätten. Schaffe die brasilianische Regierung die unfairen Praktiken ab, würden die Zölle wieder zurückgenommen, sagte der Regierungsbeamte.
Today, USTR is taking action under Section 301 of the Trade Act of 1974 by imposing a 25% tariff on certain goods of Brazil after extensive public hearings and comments as well as numerous negotiating rounds with Brazilian officials.
— United States Trade Representative (@USTradeRep) July 16, 2026
This action is the result of a year-long…
USA warnen vor Vergeltung
Seit der Oberste Gerichtshof der USA im Februar eine Vielzahl der von Präsident Donald Trump angeordneten Zölle aufhob, stützt sich die Regierung verstärkt auf einen Passus eines Handelsgesetzes aus dem Jahr 1974 - so auch im Fall Brasilien. Dieses Gesetz erlaubt die Verhängung von Zöllen, sofern unfaire Handelspraktiken festgestellt werden.
Entsprechende Untersuchungen laufen auch gegen Deutschland und andere europäische Länder. Der Vorwurf: Arzneimittel würden unrechtmäßig verbilligt, während US-Bürgerinnen und Bürgern das Gros der Entwicklungskosten trügen.
Der Regierungsbeamte warnte die brasilianische Regierung davor, Gegenmaßnahmen zu ergreifen. „Sollten wir Vergeltungsmaßnahmen sehen, wären wir offen gesagt gezwungen, unser Vorgehen anzupassen.“