Wissenschaft

Nahverkehr-Warnstreiks im Ruhrgebiet und in Südwestfalen

Im Nahverkehr von NRW geht die Warnstreikwelle in dieser Woche weiter. Nach Dortmund am Montag, Düsseldorf und anderen Städten wie Solingen am Dienstag plant Verdi neue Aktionen.

10.03.2026

In mehreren Ruhrgebietsstädten und in Südwestfalen werden Nahverkehrsbetriebe am Donnerstag bestreikt. (Archivbild)picture alliance/dpa

In mehreren Ruhrgebietsstädten und in Südwestfalen werden Nahverkehrsbetriebe am Donnerstag bestreikt. (Archivbild)picture alliance/dpa

© picture alliance/dpa

In einer Reihe von Ruhrgebietsstädten und in Südwestfalen müssen Fahrgäste an diesem Donnerstag (12. März) mit massiven Einschränkungen im kommunalen Nahverkehr rechnen. 

Die Gewerkschaft Verdi ruft Beschäftigte der Ruhrbahn (Essen/Mülheim), der Stoag (Stadtwerke Oberhausen), der Märkischen Verkehrsgesellschaft, der Verkehrsgesellschaft Ennepe-Ruhr, der Hagener Straßenbahn, der Stadtwerke Hamm Verkehrsbetrieb Hamm GmbH, von Suerlänner GmbH, VWS Verkehrsbetriebe Westfalen-Süd sowie Sander Reisen zum Warnstreik auf. 

In den betroffenen Unternehmen werden nach Einschätzung von Verdi am Donnerstag von der frühesten Frühschicht bis zur spätesten Spätschicht keine Busse und Bahnen fahren. S-Bahnen und Regionalzüge sind nicht betroffen.

Warum werden Verkehrsbetriebe bestreikt?

In der zweiten Verhandlungsrunde für die etwa 30.000 Beschäftigten in rund 30 kommunalen Verkehrsbetrieben in NRW hatte es am 3. März keine Einigung gegeben. Verdi NRW will die wöchentliche Arbeitszeit von 39 auf 37 Stunden bei vollem Lohnausgleich verkürzen. Die Ruhezeit zwischen zwei Schichten soll von 10 auf 11 Stunden erhöht werden. Der Zuschlag für Sonntagsarbeit soll von 25 auf mindestens 40 Prozent des Stundenentgelts steigen, fordert Verdi. 

Arbeitgeber halten Forderungen für überzogen

Der Kommunale Arbeitgeberverband Nordrhein-Westfalen wirft Verdi seit Wochen vor, die Augen vor der desolaten Finanzlage der Verkehrsbetriebe zu verschließen. Die Tarif- und Entgeltbedingungen hätten sich schon deutlich verbessert, der Nahverkehr biete bereits attraktive Arbeitsplätze. Die Tarifverhandlungen werden am 24. März in dritter Runde fortgesetzt.