Wissenschaft

Gewerkschaft ruft Oetker-Beschäftigte zu Warnstreiks auf

Müsli, Backmischungen und andere Backzutaten stellt Dr. Oetker in Ostwestfalen und Lippe her. Am Donnerstag könnte die Produktionsmenge geringer ausfallen als sonst üblich.

01.07.2026

Wie viele Beschäftigte kommen am Donnerstag bei Dr. Oetker wohl zur Arbeit, wenn dort Warnstreiks sind? (Archivbild)Friso Gentsch/dpa

Wie viele Beschäftigte kommen am Donnerstag bei Dr. Oetker wohl zur Arbeit, wenn dort Warnstreiks sind? (Archivbild)Friso Gentsch/dpa

© Friso Gentsch/dpa

Beim Lebensmittelhersteller Dr. Oetker kommt es zu Warnstreiks. Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) teilte mit, dass sie für Donnerstag zu Arbeitsniederlegungen an den Standorten in Bielefeld und Oerlinghausen aufgerufen habe. Dort arbeiten laut NGG circa 2.500 Beschäftigte für Oetker und Tochterfirmen, die unter den Tarifvertrag fallen. Die Gewerkschaft fordert ein Entgeltplus von 5,7 Prozent für einen 12-monatigen Tarifvertrag. Der vorige Vertrag war im April ausgelaufen.

Das Unternehmen wollte sein Angebot auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur nicht offenlegen, laut NGG beläuft es sich auf ein Entgeltplus von 2 Prozent. „Das reicht nicht aus und wird der Leistung der Beschäftigten nicht gerecht“, sagt Gewerkschafter Thorsten Kleile. Die Geduld vieler Beschäftigter sei begrenzt. „Nach drei Verhandlungsrunden muss festgestellt werden: Ohne Druck bewegt sich nichts.“ Bei der vierten Verhandlungsrunde am 8. Juli erwarte man ein deutlich verbessertes Angebot, betont Kleile. 

An den vom Warnstreik betroffenen Standorten werden Müsli, Backmischungen und andere Backzutaten hergestellt. Außerdem gibt es dort Verwaltung, IT-Abteilungen und andere Konzernbereiche.