Bahn-Sanierung Köln-Hagen: Auch S-Bahn-Gleise gesperrt
Seit Februar ist die ICE-Strecke von Köln nach Hagen gesperrt. Nun werden auch die S-Bahn-Gleise wieder dicht gemacht. Pendler müssen auf einen der 200 Ersatzbusse umsteigen.
Gut fünf Monate lang wird die Strecke von Köln über Wuppertal nach Hagen von Grund auf saniert. (Archivbild)Henning Kaiser/dpa
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Wegen der Generalsanierung der Bahnstrecke von Köln über Wuppertal nach Hagen müssen in den kommenden Wochen noch einmal mehr Pendler auf Ersatzbusse umsteigen. Die Bahn sperrt am Freitagabend (21.00 Uhr) auch die S-Bahn-Gleise, die von Düsseldorf nach Gevelsberg bei Hagen führen. Vier Wochen lang bis zum 12. Juni fahren auf den Strecken dann überhaupt keine Züge mehr.
Die Generalsanierung ist das derzeit größte Bauprojekt der Bahn in Nordrhein-Westfalen. Bis zum 10. Juli werden vor allem die Gleise und die Bahnhöfe modernisiert.
Gut fünf Monate lang ist die wichtige Fern- und Regionalstrecke zwischen Köln und Hagen für die Arbeiten gesperrt. Der Fernverkehr wird weiträumig über das Ruhrgebiet umgeleitet. In den vergangenen Wochen konnten aber zumindest die S-Bahn-Gleise genutzt werden, die auf einem Teil der Strecke parallel verlaufen. Dadurch gab es ein kleines Angebot an S-Bahnen und Regionalzügen zwischen Hagen und Düsseldorf.
Reisende sollen Online-Auskunft nutzen
In den kommenden Wochen sollen nun Ersatzbusse alle Pendler und Reisenden ans Ziel bringen. Am besten sehen Reisende in der Online-Auskunft, wie die eigene Verbindung trotz der Bauarbeiten funktioniert, teilte die Bahn mit. Dort seien alle Änderungen enthalten.
Rund 200 Ersatzbusse sind laut Bahn in den Hauptverkehrszeiten im Einsatz. Einige fahren wie S-Bahnen alle Stationen unterwegs ab. Einige pendeln als Expressbusse auch nur zwischen den großen Bahnhöfen. Allerdings berichten Fahrgäste immer wieder von Problemen, etwa weil die Busse auf den Autobahnen im Stau stehen.
Bis zu 200 Ersatzbusse sind nach Angaben der Bahn im Einsatz. (Archivbild)Federico Gambarini/dpa
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Generalsanierung soll jahrelange Einschränkungen verhindern
Die Deutsche Bahn setzt zwischen Köln und Hagen zum ersten Mal in NRW ihr noch recht neues Konzept der Generalsanierung um. Während früher versucht wurde, mit vielen kleinen Baustellen den Zugverkehr immer irgendwie aufrechtzuerhalten, wird jetzt einmal komplett gesperrt - dafür sollen Reisende anschließend jahrelang ohne Einschränkungen durch Baustellen mit dem Zug fahren können.
Insgesamt will die Bahn während der gut fünfmonatigen Bauphase 81 Kilometer Gleise austauschen, 50 Weichen und 29 Kilometer Oberleitung erneuern. Außerdem werden Schallschutzwände gebaut und 12 Bahnhöfe saniert.
Nach Abschluss der Generalsanierung soll die von Fern-, Regional- und Güterzügen stark befahrene Strecke zwischen Köln und Hagen „verlässlicher und leistungsfähiger“ werden, verspricht die Bahn. Störungen und Verspätungen sollen sich „deutlich reduzieren“.