Politik Inland

Yad Vashem-Außenstelle kommt nicht nach NRW

Yad Yashem will eine Außenstelle in Deutschland einrichten - und aus NRW hatte sich dafür unter anderem Köln mit einem Standort direkt am Dom beworben. Doch den Zuschlag bekamen andere.

28.05.2026

Die Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem wird eine Außenstelle in Deutschland einrichten - allerdings nicht in NRW (Archivbild).Fabian Sommer/dpa

Die Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem wird eine Außenstelle in Deutschland einrichten - allerdings nicht in NRW (Archivbild).Fabian Sommer/dpa

© Fabian Sommer/dpa

Der deutsche Ableger der israelischen Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem kommt nicht nach Nordrhein-Westfalen, sondern nach München. Neben dem dort geplanten Bildungszentrum solle es eine Außenstelle in Leipzig geben, hieß es in einer Mitteilung von Yad Vashem. In NRW hatten sich Köln, Düsseldorf und Dortmund um den Zuschlag bemüht - Köln hatte für das geplante Bildungs- und Begegnungszentrum einen Standort direkt am Kölner Dom angeboten. Düsseldorf hatte ein ehemaliges Theater außerhalb der Innenstadt ins Spiel gebracht, Dortmund den ehemaligen Südbahnhof.

München wurde „aufgrund seiner strategisch günstigen Lage und seiner Bildungslandschaft ausgewählt“. Es handelt sich den Angaben zufolge um den ersten Ableger der Gedenkstätte in einem anderen Land. 

NRW sichert weitere Unterstützung zu

Der Chef der NRW-Staatskanzlei, Nathanael Liminski (CDU), teilte mit, auch wenn das Bildungszentrum nun nicht in Nordrhein-Westfalen entstehen werde, unterstütze die Landesregierung Yad Vashem bei der geplanten bundesweiten Ausrichtung der Bildungsarbeit. „NRW wird dafür seine herausragende Bildungs- und Gedenkstättenlandschaft sowie das breite politische und gesellschaftliche Engagement gegen Antisemitismus und für Erinnerungskultur einbringen“, so Liminski. Auch die „Rheinische Post“ hatte berichtet. 

Yad Vashem mit Sitz in Jerusalem ist die größte Holocaust-Gedenkstätte der Welt. Im September 2025 war bekanntgeworden, dass es eine Außenstelle in Deutschland geben soll. Als mögliche Standorte waren Bayern, Nordrhein-Westfalen und Sachsen genannt worden. Seine Arbeit aufnehmen könnte das Zentrum in zwei bis drei Jahren.