Politik Inland

Wahlkampf-Panne: SPD muss Video wegen Postbotin umschneiden

Eine Postbotin trägt Briefe aus, während sie plötzlich in einem SPD-Wahlkampfvideo auftaucht – ohne davon zu wissen. Wer noch unfreiwillig vor die Kamera geriet.

06.11.2026

SPD-Spitzenkandidat Jochen Ott präsentierte Plakate und einen Wahlkampf-Film (Archivfoto)Rolf Vennenbernd/dpa

SPD-Spitzenkandidat Jochen Ott präsentierte Plakate und einen Wahlkampf-Film (Archivfoto)Rolf Vennenbernd/dpa

© Rolf Vennenbernd/dpa

Kuriose Panne beim Wahlkampf-Start der SPD in NRW: Die Partei musste ein Video neu schneiden, weil dort unter anderem eine Briefträgerin der Post unfreiwillig zu sehen war. Die SPD spricht von einem Fehler und hat sich entschuldigt. „BILD“ hatte zuvor darüber berichtet.

SPD-Spitzenkandidat Jochen Ott hatte am Montag vor Landtagswahl-Kandidaten und Journalisten neue Wahlplakate vorgestellt. Zudem wurde ein Werbevideo mit vielen arbeitenden Menschen aus NRW gezeigt - unter anderem eine Mitarbeiterin der Post, die Briefe austrägt. Laut „BILD“ wussten weder die Frau noch die Post von den Aufnahmen. Ein Sprecher des Mutterkonzerns DHL sagte dem Medium, man habe von der SPD gefordert, die Szene zu entfernen.

Auch Lieferdienst-Fahrer landete im Werbe-Spot

Die Partei reagierte: Am Donnerstagnachmittag wurde eine neue Version des Videos bei YouTube und Instagram veröffentlicht - ohne die Postbotin und auch ohne den Fahrer eines Lebensmittel-Lieferdienstes, der in der ersten Version ebenfalls ungewollt zu sehen war.

Ein Sprecher der NRW-SPD sagte der dpa: „Der Film wurde von einer externen Produktionsfirma umgesetzt. Mehr als 60 Menschen aus NRW haben ihr Einverständnis gegeben, darin gezeigt zu werden. Bei wenigen Szenen, in denen Personen nur kurz am Bildrand zu sehen waren, lag keine Einwilligung vor, was ein Fehler war, für den wir uns entschuldigen.“ 

Man habe die Szenen entfernt, der Film laufe nun ohne diese Personen weiter, sagte der Sprecher: „Und wir kämpfen weiter für die Menschen, um die es im Film geht: alle, die jeden Tag in NRW anpacken.“