Politik Inland

Trump: Katie Zacharia wird neue Sprecherin des Weißen Hauses

Wochenlang wurde in Washington gerätselt, wer die Nachfolgerin von Karoline Leavitt wird. Nun verkündet Trump eine Entscheidung. Was ist über seine neue Sprecherin bekannt?

09.10.2026

Trump verkündet den Namen seiner neuen Pressesprecherin. (Archivbild)Tom Brenner/AP/dpa

Trump verkündet den Namen seiner neuen Pressesprecherin. (Archivbild)Tom Brenner/AP/dpa

© Tom Brenner/AP/dpa

Die frühere Fernsehkommentatorin Katie Zacharia wird neue Sprecherin des Weißen Hauses. „Ich bin zuversichtlich, dass Katie als neue Pressesprecherin des Weißen Hauses starke Ergebnisse für unser Land erzielen wird“, teilte US-Präsident Donald Trump auf seiner Plattform Truth Social mit. Zacharia tritt damit die Nachfolge von Karoline Leavitt an, die ihr Amt Ende August aufgegeben hatte. 

Zacharia gilt als überzeugte Unterstützerin von Trump. Seinen Angaben nach hatte die konservative Juristin ihm bereits im Wahlkampf geholfen und ihn in wichtigen Swing States unterstützt, also in Bundesstaaten, die zwischen Republikanern und Demokraten besonders umkämpft sind. „Sie hat sich von Anfang an als treue und brillante Unterstützerin erwiesen und genießt eine makellose Erfolgsbilanz“, lobte Trump sie weiter.

„Ehre meines Lebens“ – wie Trumps neue Sprecherin reagiert

Zacharia bedankte sich wenig später bei ihm auf verschiedenen Social Media Plattformen und sprach von einem „bedeutenden Privileg“. „Präsident Trump und dem amerikanischen Volk in dieser entscheidenden Zeit des 250-jährigen Jubiläums zu dienen, ist die Ehre meines Lebens.“

Die Aufgabe bestehe nun darin, dem amerikanischen Volk die „großen Erfolge“ zu vermitteln, die Trumps Regierung jeden Tag erziele. Sie freue sich darauf, mit den Pressevertretern im Weißen Haus und den Reporterinnen und Reportern im ganzen Land zusammenzuarbeiten, um diese Erfolge bekannt zu machen, schrieb sie. „Der fabelhaften Karoline Leavitt zu folgen, ist ein hoher Anspruch, den es sich zu erfüllen lohnt.“

Trump bezeichnete sie in einem Gastbeitrag für die „New York Post“ vor Monaten als „größten Präsidenten der US-Geschichte“.

Was Zacharia zuvor gemacht hat

Vor Zacharia liegt keine einfache Aufgabe: An ihr liegt es künftig, Trumps Standpunkte möglichst erfolgreich zu vermitteln - in einer Zeit, in der der Präsident mit schlechten Beliebtheitswerten im Land kämpft. 

Zuletzt arbeitete sie nach Angaben ihres LinkedIn-Profils als Kommunikationsberaterin für die Trump Media & Technology Group, zu der auch die Plattform Truth Social gehört. Zuvor war sie für kurze Zeit stellvertretende Sprecherin des US-Heimatschutzministeriums. Zudem trat sie als Kommentatorin bei Trumps Haussender Fox News und dem ultrakonservativen US-Senders Newsmax auf. 

Sie schloss an der christlichen Pepperdine University im kalifornischen Malibu einen Bachelorstudiengang in Politik- und Staatswissenschaften ab und ist Absolventin der Pepperdine Caruso School of Law.

Leavitt verließ den Posten Ende August überraschend 

Leavitt hatte Ende August ihren letzten Tag als Pressesprecherin des Weißen Hauses. Trump hatte ihren Abgang rund zwei Wochen davor überraschend verkündet. Mit nicht einmal 30 Jahren hatte Leavitt den Posten zuvor seit Beginn von Trumps zweiter Amtszeit als jüngste Sprecherin überhaupt inne.

Karoline Leavitt hatte Ende August ihren letzten Arbeitstag als Pressesprecherin Trumps. (Archivbild)Manuel Balce Ceneta/AP/dpa

Karoline Leavitt hatte Ende August ihren letzten Arbeitstag als Pressesprecherin Trumps. (Archivbild)Manuel Balce Ceneta/AP/dpa

© Manuel Balce Ceneta/AP/dpa

Der US-Präsident begründete ihren Abgang damit, dass sie dann mehr Zeit für die Familie haben würde. Leavitt habe sich für diesen Schritt entschieden, den er „voll und ganz“ verstehe und respektiere, schrieb er. Auch Leavitt verwies zur Begründung auf die Doppelbelastung als Mutter zweier kleiner Kinder und Pressesprecherin des Weißen Hauses. 

„Die Wahrheit ist: Seit meiner Rückkehr ins Weiße Haus nach der Geburt meiner Tochter habe ich in meinem Herzen gespürt, dass ich nicht die beste Mutter sein kann, die meine beiden kleinen Kinder verdienen, wenn ich konstant die Zeit, Energie und Aufmerksamkeit aufwende, die das Amt der Pressesprecherin des Weißen Hauses erfordert.“ Daher habe sie letztendlich die „bittersüße Entscheidung“ getroffen, das Weiße Haus zu verlassen. Leavitt brachte Anfang Mai ihr zweites Kind zur Welt, eine Tochter. Sie hat bereits einen kleinen Sohn, der 2024 zur Welt kam.

Als Sprecherin des Weißen Hauses machte sie sich mit ihrer Scharfzüngigkeit einen Namen. Sie rügte fragende Journalisten oft heftig und beschuldigte die Medien, Fake News zu verbreiten, also Falschinformationen.

Trumps Umgang mit Medien

Auch nach Leavitts Abgang ließ Trump nicht von seinem teils harschen Vorgehen gegen Medienvertreter ab. Zuletzt sorgte vor allem der Streit um den Ausschluss mehrerer US-Medien aus dem Weißen Haus für Aufsehen und Kritik, der inzwischen vor Gericht ausgefochten wird. 

Über seine künftige Pressesprecherin sagte Trump zu Reporterinnen und Reportern, dass sie Menschen möge. „Eigentlich mag sie euch alle. Ich weiß nicht, ob das gut oder schlecht ist, aber wir haben gerade eine neue Pressesprecherin eingestellt, und ich glaube, sie wird großartig sein.“