Politik Inland

Studie: In Hamburg fehlen 4.700 Kitaplätze

Ein Kitaplatz ist für Eltern und Kinder eine wichtige Weichenstellung. Zunächst muss überhaupt ein Platz gefunden werden. Insbesondere im Westen Deutschlands ist der Bedarf größer als das Angebot.

29.11.2025

Die Planung von Kitaplätzen sind keine Sandkastenspiele. (Symbolbild)Christoph Soeder/dpa

Die Planung von Kitaplätzen sind keine Sandkastenspiele. (Symbolbild)Christoph Soeder/dpa

© Christoph Soeder/dpa

In Hamburg fehlen in diesem Jahr nach einer neuen Studie 4.700 Kitaplätze. Damit gehen in dem Bundesland 8,9 Prozent der Kinder, für die es Bedarf gibt, leer aus, wie aus der Erhebung des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) hervorgeht, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Zum Vergleich: Im bevölkerungsreichsten Bundesland Nordrhein-Westfalen liegt diese Quote bei 18 Prozent. Die geringste Quote weist Mecklenburg-Vorpommern mit vier Prozent auf.

Bundesweit fehlen den Angaben zufolge für rund 300.000 Kinder unter drei Jahren Kitaplätze. Damit haben 14,2 Prozent der unter Dreijährigen mit Betreuungsbedarf keinen Platz. In die Berechnung des arbeitgebernahen Instituts wurde eine repräsentative Befragung der Regierung zu den Betreuungswünschen mit berücksichtigt. Das IW verwendete zudem Betreuungs- und Gesamtdaten des Statistischen Bundesamts zu Kindern.

Die Lücken-Liste von A bis Z

Wie verbreitet es ist, dass Wunsch und Wirklichkeit bei der Kinderbetreuung auseinanderklaffen, hängt vom Wohnort ab. In Ostdeutschland haben laut Studie 7,3 Prozent der Kinder unter drei mit Bedarf keinen Platz – in Westen 15,6 Prozent.

Für wie viel Prozent aller Kinder unter drei mit Betreuungsbedarf fehlt in den einzelnen Ländern also ein Betreuungsplatz? Das zeigt diese Liste der Betreuungslücken (alphabetisch):

In Baden-Württemberg sind das 13,6 Prozent; in Bayern 12,8; Berlin 10,6; Brandenburg 6,1; Bremen 18,9; Hamburg 8,9; Hessen 16,8; Mecklenburg-Vorpommern 4; Niedersachsen 16,3; NRW 18; Rheinland-Pfalz 18,7; Saarland 18,5; Sachsen 6,3; Sachsen-Anhalt 4,3; Schleswig-Holstein 13,4 und in Thüringen 8,2 Prozent.

Ins Verhältnis gesetzt hat das IW hierbei die Zahl der Eltern, die nach eigenen Angaben Betreuungsbedarf haben, mit der Zahl der betreuten Kinder.

Buntes Treiben: Diese Kinder haben einen Kitaplatz. (Symbolfoto)Monika Skolimowska/dpa

Buntes Treiben: Diese Kinder haben einen Kitaplatz. (Symbolfoto)Monika Skolimowska/dpa

© Monika Skolimowska/dpa