Protest im Iran: Demonstranten in Berlin solidarisieren sich
Im Iran weiten sich die Proteste gegen die Staatsführung aus. Auch in Berlin gehen Hunderte Menschen auf die Straße. Manche setzen ihre Hoffnung auf einen bestimmten Exil-Iraner.
Demonstranten protestieren mit iranischen Fahnen am Kurfürstendamm.Sven Kaeuler/dpa
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Die Massenproteste im Iran haben auch Menschen in Berlin auf die Straße gebracht. Rund 1.400 Menschen hätten sich an einer Demonstration vom Kurfürstendamm zum Adenauerplatz beteiligt, sagte ein Sprecher der Berliner Polizei. Am Wittenbergplatz hätten sich rund 300 Menschen versammelt. Am Wochenende waren mehrere Demonstrationen angemeldet.
Mit Fahnen und Plakaten solidarisierten sich Demonstranten am Kurfürstendamm mit den Protesten im Iran, wo es in mehreren Großstädten zu Aufmärschen gegen die Regierung gekommen war. Nur wenige Informationen dringen nach außen, die iranische Führung verhängte eine Internetsperre.
Am Kurfürstendamm hielten mehrere das Bild von Reza Pahlavi hoch, dem Sohn des 1979 gestürzten Schahs. Auf Plakaten stand zum Beispiel „Democracy just with Pahlavi“ (übersetzt: Demokratie nur mir Pahlavi). Aus seinem Exil in den USA heraus beansprucht Pahlavi eine Führungsrolle in der Opposition.
Pahlavi rief auf der Plattform X zu landesweiten Streiks im Iran auf: Arbeiter und Angestellte von Schlüsselbranchen wie der Öl-, Gas- und Energieindustrie sollten ihre Arbeit niederlegen. Ziel sei es, die finanziellen Lebensadern zu schwächen und den Unterdrückungsapparat in die Knie zu zwingen.