Politik Inland

Polizei identifiziert Tatverdächtige nach Angriff auf Juden

Ein 35-Jähriger wurde erst beleidigt, dann attackiert – Ermittler vermuten ein antisemitisches Motiv. Jetzt gibt es einen Fahndungserfolg.

06.10.2026

Zu dem Angriff kam es am Düsseldorfer Rheinufer. (Symbolbild)David Young/dpa

Zu dem Angriff kam es am Düsseldorfer Rheinufer. (Symbolbild)David Young/dpa

© David Young/dpa

Zwei Wochen nach einem Angriff auf einen deutschen Juden am Rheinufer in Düsseldorf sind zwei Tatverdächtige identifiziert worden. Die Ermittler seien den beiden Männern aufgrund von Hinweisen aus der Bevölkerung auf die Spur gekommen, teilte die Düsseldorfer Polizei mit. 

Einer der beiden, ein 18-jähriger Deutsch-Marokkaner aus Duisburg, sei bereits mehrfach polizeilich in Erscheinung getreten. Der zweite Tatverdächtige, ein 21 Jahre alter Duisburger mit deutsch-marokkanischer Staatsbürgerschaft, habe sich am Nachmittag der Polizei gestellt. 

Aktuell lägen keine Haftgründe gegen die beiden Verdächtigen vor, sagte ein Polizeisprecher auf dpa-Anfrage. Sie seien nach Abschluss aller polizeilichen Maßnahmen wieder entlassen worden. Die weiteren Ermittlungen des Staatsschutzes, etwa zum Tatmotiv, dauerten an. Die Polizei bat nach wie vor um Hinweise aus der Bevölkerung. 

Opfer trug eine Kippa

Das Opfer, ein 35-jähriger Mann hatte eine Kippa und einen schwarzen Pullover mit dem „IDF“-Schriftzug der israelischen Streitkräfte („Israel Defense Forces“) getragen. Deswegen gehen die Ermittler davon aus, dass der Angriff antisemitisch motiviert war. Mehrere Zeugen und Video-Aufzeichnungen hatten den Angriff bestätigt. 

Der angegriffene Mann war zuerst von zwei Frauen angesprochen und israelfeindlich beleidigt worden. Anschließend sollen die beiden Tatverdächtigen hinzugekommen sein und den Mann attackiert und leicht verletzt haben.

Eine Woche nach dem Angriff am Rheinufer in der Landeshauptstadt hatte die Polizei ein Fahndungsfoto der beiden Tatverdächtigen veröffentlicht.