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Papst will nach überstandener OP das Angelus-Gebet sprechen

Nach der Entfernung eines Tumors ist der Papst wieder im Vatikan. Schon am Mittag will er sich mit dem traditionellen Angelus-Gebet an die Gläubigen wenden – wie geht es ihm nach der Operation?

18.10.2026

Unter dem Beifall des Krankenhauspersonals und von Gläubigen ging Leo der XIV. aus dem Krankenhaus. Äußerlich war ihm die schwere Operation vom vergangenen Dienstag nicht anzusehen.Andrew Medichini/AP/dpa

Unter dem Beifall des Krankenhauspersonals und von Gläubigen ging Leo der XIV. aus dem Krankenhaus. Äußerlich war ihm die schwere Operation vom vergangenen Dienstag nicht anzusehen.Andrew Medichini/AP/dpa

© Andrew Medichini/AP/dpa

Papst Leo XIV. hat nach seiner Krebs-Operation die erste Nacht wieder in seiner Wohnung im Vatikan verbracht. Am Mittag will das Oberhaupt der katholischen Kirche dann schon wieder das traditionelle Angelus-Gebet vor Zehntausenden Gläubigen aus aller Welt sprechen. Er werde dies wie üblich am Fenster seines Arbeitszimmers im dritten Stock des Apostolischen Palastes am Petersplatz tun, hatte der Pressedienst des Vatikans am Vortag mitgeteilt. 

Leo hatte die Gemelli-Klinik in Rom am Vortag unter dem Applaus des Krankenhauspersonals verlassen können. In Fernsehbildern wirkte der 71-Jährige dabei fit wie zuvor, grüßte die Menschen lächelnd und entspannt. Vor dem Hospital sprach er auch kurz mit dort wartenden Gläubigen, die ihm kleine, selbst gemachte Geschenke überreichten. Dann wurde er in einer der Limousinen des Vatikans zurück in seine Wohnung gefahren. 

Von der Klinik Gemelli in Rom wurde der Papst zurück in den Vatikan gebracht. Gregorio Borgia/AP/dpa

Von der Klinik Gemelli in Rom wurde der Papst zurück in den Vatikan gebracht. Gregorio Borgia/AP/dpa

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Leo wurde ein Teil der Lunge entfernt 

Erst vergangenen Dienstag war Leo der untere Lappen seines rechten Lungenflügels entfernt worden, in dem sich der Tumor befand. Weitere Angaben machten die Ärzte bisher nicht. Damit bleibt zunächst unbekannt, ob der Papst nach dem 90-minütigen Eingriff nun krebsfrei ist. Welche weitere Behandlung nach der Entlassung erforderlich ist, wird vermutlich erst nach weiteren Befunden klar. Dabei geht es insbesondere um die Frage, ob sich in der Lunge oder anderen Organen Metastasen gebildet haben.

Am vergangenen Sonntag hatte Leo das Angelus-Gebet dazu genutzt, vor den Gläubigen auf dem Petersplatz überraschend bekannt zu machen, dass bei ihm ein „Knoten in der Lunge“ entdeckt worden sei, der sich im Anfangsstadium befinde. Damals blieb noch offen, ob es sich um gutartiges Gewebe, eine Vorstufe von Krebs oder doch um einen bösartigen Tumor handelt, wie inzwischen von den Ärzten nach der OP mitgeteilt wurde. 

Viele Menschen wurden von der Nachricht völlig überrascht

Für viele Menschen kam die Nachricht wie ein Blitz aus heiterem Himmel. Der aus Chicago stammende Papst, der bei seiner Wahl 2025 erst 69 Jahre alt war, galt als gesundheitlich sehr robust. Berichten zufolge hält er sich mit Tennis, Schwimmen und regelmäßigen Übungen fit. Bis zur Ankündigung der Lungenoperation waren keinerlei gesundheitliche Probleme Leos bekannt.

Vatikan: Anhaltende Verbesserung des Gesundheitszustands

Am Samstag hatte der Pressedienst des Vatikans mitgeteilt, die Entscheidung zur Entlassung des Papstes beruhe auf neuen von seinen Ärzten vorgelegten Untersuchungsergebnissen. Ursprünglich war davon ausgegangen worden, dass Leo erst am Dienstag aus der Klinik entlassen werden würde. Schon zuvor waren die Mitteilungen zur Genesung Leos sehr positiv gewesen. 

Er habe sich am Freitag einer Blutuntersuchung und einer Röntgenaufnahme des Brustkorbs unterzogen, teilte der Vatikan mit. Dabei sei „eine anhaltende Verbesserung seines Gesundheitszustands“ festgestellt worden. Der gebürtige US-Amerikaner habe sich beim gesamten Personal der Klinik für deren Arbeit bedankt, hieß es. 

Leo wurde in der Gemelli-Klinik in Rom behandelt und operiert. Alessandra Tarantino/AP/dpa

Leo wurde in der Gemelli-Klinik in Rom behandelt und operiert. Alessandra Tarantino/AP/dpa

© Alessandra Tarantino/AP/dpa

In der Gemelli-Klinik war bis kurz vor seinem Tod auch Leos Vorgänger Franziskus behandelt worden. Dem Argentinier fehlte bereits seit jungen Jahren ein Teil seiner Lunge.

Physiotherapie soll beim Atmen helfen

Leo bekommt inzwischen Physiotherapie, was ihm nach der Entfernung des unteren Lappens seines rechten Lungenflügels beim Atmen helfen soll. Ansonsten kann er dem Bulletin zufolge „seine normalen täglichen Aktivitäten völlig selbstständig ausführen“. 

Weitere Angaben machten die Ärzte bisher nicht. Damit bleibt unbekannt, ob der Papst nach dem 90-minütigen Eingriff nun krebsfrei ist. Bei dem entfernten Knoten handelte es sich um ein sogenanntes Lungenadenokarzinom. Experten zufolge ist dies die häufigste Form von Lungenkrebs.

Der Papst hat nach seiner Krebsoperation das Krankenhaus in Rom wieder verlassen können.Alessandra Tarantino/AP/dpa

Der Papst hat nach seiner Krebsoperation das Krankenhaus in Rom wieder verlassen können.Alessandra Tarantino/AP/dpa

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Papst Leo der XIV. spricht an einem Sonntag im Juni das traditionelle Angelus-Gebet am Fenster seiner Arbeitszimmers am Petersplatz im Vatikan. Nur fünf Tage nach seiner Krebs-OP will er sich dort heute wieder an Zehntausende Gläubige wenden. (Archiv-Bild)Alessandra Tarantino/AP/dpa

Papst Leo der XIV. spricht an einem Sonntag im Juni das traditionelle Angelus-Gebet am Fenster seiner Arbeitszimmers am Petersplatz im Vatikan. Nur fünf Tage nach seiner Krebs-OP will er sich dort heute wieder an Zehntausende Gläubige wenden. (Archiv-Bild)Alessandra Tarantino/AP/dpa

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