Politik Inland

Laumann nennt Umfragen für CDU „schlimm“

Das CDU-Präsidiumsmitglied ist besorgt über die Umfragewerte seiner Partei. Er stellt sich hinter Merz, hat aber auch Wünsche an den Kanzler.

19.08.2026

CDU-Präsidiumsmitglied Laumann ist besorgt über die Umfragewerte für seine Partei. (Archivbild)Rolf Vennenbernd/dpa

CDU-Präsidiumsmitglied Laumann ist besorgt über die Umfragewerte für seine Partei. (Archivbild)Rolf Vennenbernd/dpa

© Rolf Vennenbernd/dpa

CDU-Präsidiumsmitglied Karl-Josef Laumann sieht seine Partei in einer schwierigen Lage. „Natürlich sind Umfragen von 21, 22 Prozent CDU schlimm“, sagte der NRW-Arbeitsminister in der ZDF-Sendung „Markus Lanz“. Bei einem solchen Wahlergebnis würde „einem ja angst und bange, auch für unser Land“. „Natürlich ist da eine Verunsicherung“, räumte Laumann ein. Man werde immer wieder klarstellen müssen, warum es gut sei, dass es die CDU gebe. 

Er glaube nicht, dass es an der Parteibasis großen Unmut über Bundeskanzler und CDU-Chef Friedrich Merz gebe, sagte Laumann weiter. Es gebe aber sicher den Wunsch nach besserer Kommunikation. 

Laumann: Im Rentenpaket stecken gute Dinge für Arbeitnehmer drin 

Bis Weihnachten stünden keine einfachen Gesetze auf der Agenda, betonte Laumann. Man müsse das so hinbekommen, dass ein großer Teil der Bevölkerung sage, das sei alles in allem in Ordnung. 

Beim strittigen Thema der abschlagsfreien Rente nach 45 Beitragsjahren stellte sich der langjährige Vorsitzende des CDU-Arbeitnehmerflügels hinter die Empfehlung der Rentenkommission, diese abzuschaffen. Zugleich mahnte Laumann aber auch einen starken Fokus auf jene an, die nicht bis zum regulären Rentenalter arbeiten könnten.

Die Rentenkommission hatte auch empfohlen, dass Menschen im rentennahen Alter, die wegen gesundheitlicher Einschränkungen ihren Beruf nicht mehr ausüben können, nach einer individuellen Gesundheitsprüfung früher in eine neue Schutzrente für langjährige Beitragszahler gehen dürfen.

Laumann bezeichnete weitere Vorschläge der Kommission, wie die gesetzlich verpflichtende und paritätisch finanzierte Kapitalrente, als gut für Arbeitnehmer. „Das ist aus Sicht der Arbeitnehmerschaft ein Pfund“, sagte er. Auch dass sich die Rentenerhöhungen weiter an der Lohnentwicklung orientieren sollen, begrüßte Laumann.