Landtag schreibt 5.000 Kandidaten für Bürgerrat an
5.000 Menschen aus NRW bekommen bald überraschende Post: Wer sich meldet, kann im Bürgerrat über KI und Lebensqualität im Alter mitdiskutieren. Wie läuft das Auswahlverfahren ab?
Der Bürgerrat soll sich im Landtag treffen (Archivfoto)Friso Gentsch/dpa
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Für die Besetzung des ersten Bürgerrats des Landtags sollen 5.000 zufällig ausgewählte Menschen ab 16 Jahren aus ganz Nordrhein-Westfalen angeschrieben werden. Aus den freiwilligen Rücksendungen werde man dann die 80 Mitglieder auswählen, so ein Landtags-Sprecher auf Anfrage.
Die 5.000 potenziellen Kandidaten für den Bürgerrat werden von einem externen Dienstleister gesucht. „Ziel ist es, die Bevölkerung Nordrhein-Westfalens möglichst realitätsnah abzubilden – unter Berücksichtigung von Alter, Geschlecht, Region, Ortsgröße sowie unterschiedlicher sozialer und wirtschaftlicher Lebenslagen“, so der Landtags-Sprecher.
Die erste Sitzung ist für April 2026 geplant. Der Bürgerrat soll sich damit befassen, wie Künstliche Intelligenz (KI) ein selbstbestimmtes Leben bis ins hohe Alter unterstützen kann. Am Ende soll der Rat eine Beschlussempfehlung an den Landtag geben. Zur organisatorischen Begleitung des Bürgerrats hat der Ältestenrat des Landtags vergangene Woche beschlossen, einen Beirat mit einem Vertreter aus jeder Fraktion einzurichten.