Politik Inland

Kriegsgegner in Köln - Polizei mit starker Präsenz

Mehr als 500 Menschen wollen diese Woche in Köln gegen Aufrüstung protestieren. Die Polizei ist mit starker Präsenz vor Ort. Vergangenes Jahr blieb es nicht immer friedlich.

01.09.2026

Am Dienstag beginnt im Kölner Grüngürtel ein neues Protestcamp von Kriegsgegnern. (Archivbild)Rolf Vennenbernd/dpa

Am Dienstag beginnt im Kölner Grüngürtel ein neues Protestcamp von Kriegsgegnern. (Archivbild)Rolf Vennenbernd/dpa

© Rolf Vennenbernd/dpa

Das Antikriegs-Bündnis „Rheinmetall entwaffnen“ hält von diesem Dienstag an in Köln ein Protestcamp ab. Das Camp mit 500 angemeldeten Teilnehmern dauert bis Sonntag. Man wolle sich „der weltweiten wie auch der deutschen Aufrüstung entgegenstellen“, hieß es. Für Dienstag, Freitag und Samstag sind Demonstrationen geplant. 

Die Kölner Polizei teilte mit, sie werde am Dienstag „in der Spitze mit bis zu 1.000 Polizistinnen und Polizisten“ im Einsatz sein. „Als Polizei Köln bereiten wir uns bereits seit längerer Zeit intensiv auf das angezeigte Protestcamp und die weiteren Versammlungen vor“, teilte der Leitende Polizeidirektor Frank Wißbaum mit. „Wir sind rund um die Uhr im Einsatz und damit auch in der Lage, auf nicht angezeigte Aktionen zu reagieren.“ Gleichzeitig gelte: „Die Versammlungsfreiheit und die Freiheit der Meinungsäußerung sind Eckpfeiler unserer Demokratie“. 

Im vergangenen Jahr hatten Angehörige des Bündnisses unter anderem vor einem Gebäude der Bundeswehr und in der Nähe des Privathauses von Rheinmetall-Chef Armin Papperger demonstriert. Bei der Abschluss-Demonstration in Köln kam es zu Zusammenstößen mit der Polizei, nach denen sich beide Seiten gegenseitig Vorwürfe machten. 13 Polizisten und mindestens neun Demonstranten wurden verletzt.