Politik Inland

Junge bei Luftangriff auf Kiew getötet

Russland greift die Ukraine zunehmend mit schnellen Jet-Drohnen an, eine wirksame Abwehr fehlt noch. In der ukrainischen Hauptstadt gibt es erneut eine tödliche Attacke.

25.09.2026

Jeden Tag schlagen in Kiew russische Kampfdrohnen ein. -/Ukrainian Emergency Service/AP/dpa

Jeden Tag schlagen in Kiew russische Kampfdrohnen ein. -/Ukrainian Emergency Service/AP/dpa

© -/Ukrainian Emergency Service/AP/dpa

In Kiew hat eine russische Kampfdrohne nach ukrainischen Polizeiangaben am Morgen ein Hochhaus getroffen und einen 14-jährigen Jungen getötet. Mindestens sieben weitere Bewohner des Wohnblocks seien verletzt worden, teilte die Polizei der ukrainischen Hauptstadt auf Telegram mit. Präsident Wolodymyr Selenskyj bestätigte die Angaben.

Über dem Zentrum war Abwehrfeuer zu hören, dann der Flug der Drohne mit Jetantrieb und der Einschlag, wie ein dpa-Reporter berichtete. Luftalarm wurde in diesem Fall erst kurz darauf ausgelöst. Die Ukraine arbeitet noch an einer wirksamen Abwehr gegen die von Russland weiterentwickelten schnellen Shahed-Drohnen mit Düsenantrieb. Nach den nächtlichen russischen Luftangriffen wurde ein weiterer Toter aus Odessa gemeldet.

Ukrainische Angriffe auf Raffinerien und Fabriken

Ihrerseits setzte die Ukraine Drohnenangriffe auf Öl- und Industrieanlagen in Russland fort. Selenskyj bestätigte vorherige inoffizielle Berichte. „Wir antworten auf Russlands brutale Angriffe gegen das Leben“, schrieb der Staatschef auf Telegram. Demnach wurden Raffinerien in Perm am Ural, rund 1.500 Kilometer von der Ukraine entfernt, und eine Raffinerie in Nowoschachtinsk im Süden Russlands getroffen. Ein weiteres Ziel war den Angaben nach eine Elektronikfabrik in Uljanowsk an der Wolga. Einen Angriff auf ein Chemiewerk in Woronesch bestätigte er zunächst nicht.

Russland versucht, mit seinem Angriffskrieg seit mehr als viereinhalb Jahren die Ukraine zu unterwerfen. Die Ukraine wehrt sich mit Hilfe westlicher Unterstützung.