Politik Inland

Jugendministerin Schäffer mahnt friedliche Gen-Z-Proteste an

Nach eskalierten Schülerprotesten in Frankreich ruft die NRW-Ministerin die „Generation Z“ zu friedlichen Kundgebungen in NRW auf. Hier sieht sie viele Verbesserungen schon auf dem Weg.

28.10.2026

Nordrhein-Westfalens Jugendministerin Verena Schäffer (Grüne) bemüht sich, im Vorfeld der angekündigten Schüler-Proteste in Deutschland die Wogen zu glätten. (Archivbild)Rolf Vennenbernd/dpa

Nordrhein-Westfalens Jugendministerin Verena Schäffer (Grüne) bemüht sich, im Vorfeld der angekündigten Schüler-Proteste in Deutschland die Wogen zu glätten. (Archivbild)Rolf Vennenbernd/dpa

© Rolf Vennenbernd/dpa

Drei Tage vor den geplanten bundesweiten Demonstrationen der „Generation Z“ dringt Nordrhein-Westfalens Familienministerin Verena Schäffer auf Deeskalation. „Ich finde es wichtig, dass sich junge Menschen in Nordrhein-Westfalen friedlich für ihre Interessen und die drängendsten Fragen unserer Zeit engagieren - und zwar gewaltfrei, mit gegenseitigem Respekt und auf Grundlage unserer demokratischen Werte“, sagte die Grünen-Politikerin der Deutschen Presse-Agentur in Düsseldorf.

Auch in NRW rechnen Veranstalter und Sicherheitsbehörden damit, dass Tausende junge Leute dem Aufruf der Initiative „Gen Z steht auf“ am kommenden Samstag folgen werden. In zahlreichen deutschen Städte werden Demonstrationen erwartet. Dabei soll es nach Angaben der Veranstalter um Bildung, ein bezahlbares Leben, Klimaschutz und die Ablehnung einer Wehrpflicht gehen. Der Generation Z gehören, grob gesagt, die von 1995 bis 2010 Geborenen an. 

Ministerin hebt Fortschritte in NRW hervor 

In Frankreich waren Massenproteste von Schülern in den vergangenen Wochen eskaliert. Schäffer betonte: „Unsere Demokratie lebt davon, dass junge Menschen sich einbringen und mitbestimmen.“ Friedliche Demonstrationen seien ein wichtiger Bestandteil der Meinungsbildung in einer offenen, demokratischen Gesellschaft. „Mir ist wichtig, dass wir die Anliegen junger Menschen ernst nehmen und ihnen zuhören.“

In NRW sei vieles sei bereits getan worden, um das politische Engagement junger Menschen zu stärken. Schäffer nannte dafür mehrere konkrete Beispiele:

  • Ab 2027 dürfen erstmals auch 16- und 17-Jährige bei der Landtagswahl ihre Stimme abgeben.
  • Ein „Aktionsplan Jugendbeteiligung“ und der Kinder- und Jugendförderplan ihres Ministeriums habe die Mitwirkungsmöglichkeiten Heranwachsender gestärkt.
  • Die Mittel für Kinder, Bildung und Jugend sollen im kommenden Jahr auf 44,4 Milliarden Euro gesteigert werden - ein Plus von 24 Prozent im Vergleich zum Beginn der Legislaturperiode im Jahr 2022. 
Sind die Massenproteste in Frankreich eine Blaupause für die anstehenden Proteste der Generation Z in Deutschland? Die Polizei wappnet sich. (Symbolbild)Marcus Golejewski/dpa

Sind die Massenproteste in Frankreich eine Blaupause für die anstehenden Proteste der Generation Z in Deutschland? Die Polizei wappnet sich. (Symbolbild)Marcus Golejewski/dpa

© Marcus Golejewski/dpa