Hunderte Teilnehmer bei ersten Ostermärschen
Ostern im Zeichen der Friedenstaube: Alljährlich gehen an den Feiertagen Pazifisten auf die Straße. Der Haupttag der Aktionen kommt erst noch.
Die traditionellen Ostermärsche sollen Zeichen für den Frieden setzen. (Archivbild)David Young/dpa
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Zum Start der Feiertage haben die traditionellen Ostermärsche begonnen. Im Laufe des Wochenendes wollen deutschlandweit Tausende für den Frieden demonstrieren. Zu Karfreitag fanden die Märsche unter anderem in den nordrhein-westfälischen Städten Gronau und Gütersloh, im sächsischen Chemnitz sowie in Jagel in Schleswig-Holstein statt.
Vor der Urananreicherungsanlage in Gronau versammelten sich etwa 120 Menschen, wie Kristian Golla vom Netzwerk Friedenskooperative sagte. Die Polizei sprach von 75 Teilnehmern. In Gütersloh waren es laut Polizei rund 150 Menschen.
Erste Kundgebungen hatte es schon am Gründonnerstag gegeben, der Haupttag der Ostermärsche ist traditionell der Karsamstag.
100 Aktionen geplant
Die Märsche werden dezentral von Gewerkschaften, linken und christlichen Gruppen sowie Friedensgruppen vor Ort organisiert. Sie sind heute deutlich kleiner als zu Hochzeiten der Friedensbewegung in den frühen 1980er Jahren. Bundesweit sind laut Friedenskooperative aber auch in diesem Jahr über 100 Aktionen geplant.
2026 stehen die Ostermärsche vor allem unter dem Eindruck der Kriege in der Ukraine und in Nahost, wie das Netzwerk Friedenskooperative in Bonn erklärt hatte. Die Friedensbewegung fordert von der Bundesregierung diplomatische Initiativen zur Beendigung der Kriege, eine Stärkung des Völkerrechts und Einsatz für die Leidtragenden der Kriege.
Die größte Veranstaltung in NRW ist der am Samstag startende dreitägige Ostermarsch Rhein-Ruhr von Duisburg nach Dortmund. Er steht unter dem Motto „Friedensfähig statt kriegstüchtig“.