CDU-Vize Laumann: Parteispitze steht hinter dem Kanzler
In Mecklenburg-Vorpommern fliegt die CDU aus dem Landtag, in Berlin verliert sie klar gegen die Linke. Steht die CDU-Führung noch hinter Friedrich Merz? In Berlin kommt die Parteispitze zusammen.
Der stellvertretende CDU-Vorsitzende und nordrhein-westfälische Minister Karl-Josef Laumann äußert sich vor einer Sitzung des CDU-Präsidiums in Berlin vor Journalisten.Michael Kappeler/dpa
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Der stellvertretende CDU-Vorsitzende Karl-Josef Laumann sieht bei der CDU-Spitze ungeachtet der schweren Verluste seiner Partei bei den jüngsten Landtagswahlen klare Rückendeckung für Kanzler und CDU-Chef Friedrich Merz. „Die Parteispitze steht hinter dem Kanzler“, sagte Laumann, der Minister für Arbeit, Gesundheit und Soziales in Nordrhein-Westfalen ist, beim Eintreffen zu Beratungen des Präsidiums, der engsten Parteiführung, in Berlin. Die CDU war gestern bei der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern erstmals aus einem Landesparlament geflogen. In Berlin verlor sie klar gegen die Linke.
Laumann nannte das Statement von Merz direkt nach den Prognosen für die Wahlen am Sonntagabend völlig richtig. Es sei absolut wichtig für Deutschland, „in der jetzigen Situation klarzumachen, dass wir eine Regierung haben, die im Amt bleibt“. Merz hatte bei dem Auftritt für seinen Reformkurs geworben und klargemacht, dass er „als Parteivorsitzender der CDU und vor allem als Bundeskanzler unseres Landes“ im Amt bleiben wolle.
Laumann: CDU muss sich um Lebensrealität der Menschen kümmern
Wenn die Union wieder Volkspartei werden wolle, müsse sie sich erheblich darum kümmern, wie die Lebensrealität der Menschen in Deutschland sei, die durchschnittlich und unterdurchschnittlich verdienten, forderte Laumann. Auf die Frage, ob dies Nachbesserungen an den Reformplänen der schwarz-roten Bundesregierung bedeute, antwortete er, es werde von niemandem infrage gestellt, dass die Reformen richtig seien. „Aber Reformen müssen auch so gemacht werden, dass sie für die Leute passen.“ Zudem werde keine Reform so den Bundestag verlassen, wie sie hineingekommen sei.