Politik Inland

Bericht: Russische Fregatte gibt Warnschuss im Ärmelkanal ab

Durch die Meerenge zwischen England und Frankreich fahren immer wieder russische Kriegsschiffe. Sollen sie die Schattenflotte beschützen?

16.06.2026

Die Fregatte „Admiral Grigorowitsch“ soll einen Warnschuss im Ärmelkanal abgegeben haben. (Archivbild)Mod Crown Copyright/Ministry of Defence/PA Wire/dpa

Die Fregatte „Admiral Grigorowitsch“ soll einen Warnschuss im Ärmelkanal abgegeben haben. (Archivbild)Mod Crown Copyright/Ministry of Defence/PA Wire/dpa

© Mod Crown Copyright/Ministry of Defence/PA Wire/dpa

Ein russisches Kriegsschiff hat einem Bericht zufolge im Ärmelkanal einen Warnschuss auf eine Jacht abgegeben. Wie die britische Nachrichtenagentur PA unter Berufung auf ungenannte Quellen meldete, soll es sich bei dem Schiff um die Fregatte „Admiral Grigorowitsch“ handeln. 

Das Kriegsschiff soll zu dem Zeitpunkt am späten Vormittag zwischen der britischen Isle of White und der Küste der französischen Region Normandie unterwegs gewesen sein. Die Jacht soll dem russischen Schiff demnach zu nahe gekommen sein. 

Ministerium in Moskau bestätigt Vorfall

Das russische Verteidigungsministerium bestätigte später den Vorfall. Die Jacht habe auf mehrere Kontaktversuche nicht reagiert und die Distanz immer weiter verringert. Bei einer Entfernung von 150 Metern habe der Kapitän der Fregatte dann den Befehl zum Eröffnen der Warnschüsse gegeben. „Die Besatzung der Fregatte „Admiral Grigorowitsch“ hat in strenger Übereinkunft mit den international geltenden Schifffahrtsregeln gehandelt und alles getan, um den Vorfall zu verhindern“, betonte das Ministerium in Moskau.

Erst vor einigen Tagen stoppte die britische Marine einen Öltanker im Ärmelkanal, der der russischen Schattenflotte zugerechnet wird. Experten zufolge soll die Präsenz russischer Kriegsschiffe von einem derartigen Vorgehen abschrecken.

Mit Schiffen der sogenannten Schattenflotte versucht Russland, die Sanktionen von westlichen Unterstützern der Ukraine zu umgehen. Nach britischen Angaben handelt es sich um mehr als 700 Schiffe, die unter der Flagge verschiedener Staaten fahren und russische Ölexporte transportieren.