Politik Inland

Banaszak und Brantner kandidieren wieder für Grünen-Spitze

Die jüngsten Wahlerfolge haben die Grünen beflügelt. Nun teilt das Spitzenduo mit, dass es weitermachen möchte.

27.09.2026

Wollen im Dezember für eine weitere Amtszeit kandidieren: Felix Banaszak und Franziska Brantner (Archivbild) Sebastian Gollnow/dpa

Wollen im Dezember für eine weitere Amtszeit kandidieren: Felix Banaszak und Franziska Brantner (Archivbild) Sebastian Gollnow/dpa

© Sebastian Gollnow/dpa

Die Grünen-Vorsitzenden Franziska Brantner und Felix Banaszak wollen weiter an der Spitze der Partei bleiben. Getrennt voreinander, aber zeitgleich haben beide mitgeteilt, dass sie auf dem Parteitag Anfang Dezember für eine zweite Amtszeit kandieren. 

Banaszak erklärte in einer Nachricht an die Parteibasis, er trete erneut an, „um mit euch allen unsere Partei für die nächste Bundestagswahl aufzustellen“. Brantner schrieb, sie bewerbe sich gemeinsam mit Banaszak erneut um den Co-Vorsitz. Zuvor hatte die „Süddeutsche Zeitung“ berichtet. 

Banaszak (36) umriss in seiner Bewerbung, nach dem AfD-Wahlsieg in Sachsen-Anhalt reiche es nicht mehr, „die Demokratie zu verteidigten, wir müssen ihr Versprechen erneuern“. Dazu müssten gerade auf dem Land Räume zurückerobert werden, die die Demokratinnen und Demokraten anderen überlassen hätten. 

Auch Brantner (47) nennt als eines ihrer Ziele, dass die Grünen die Partei werde, „der die Menschen zutrauen, dieses Land voranzubringen“. Zudem solle der Staat Türen öffnen und Klimaschutz ein „Wohlstandsversprechen“ werden. Dies solle man in der Stromrechnung, im Bus oder am sicheren Arbeitsplatz spüren. 

Brantner und Banaszak führen die Grünen seit November 2024. In diesem Jahr erzielte die Partei vor allem im Südwesten und in Sachsen-Anhalt Erfolge: Die Landtagswahl in Baden-Württemberg gewannen die Grünen mit 30,2 Prozent knapp vor der CDU, Cem Özdemir wurde Ministerpräsident. In Sachsen-Anhalt konnte die Partei von 5,9 auf 8,9 Prozent zulegen. Im jüngsten ZDF-Politbarometer kommen die Grünen bundesweit auf 14 Prozent.