Anklage gegen mutmaßliche IS-Terroristin aus Herne erhoben
Eine Syrien-Rückkehrerin aus Herne soll sich im Nahen Osten der Terrormiliz Islamischer Staat angeschlossen haben. Was die Staatsanwaltschaft der Frau vorwirft.
Laut der Generalstaatsanwaltschaft Düsseldorf soll die Frau knapp zwei Jahre lang Aktivitäten des Islamischen Staats unterstützt haben. (Symbolbild)Rolf Vennenbernd/dpa
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Die Behörden haben eine 34-jährige Syrien-Rückkehrerin aus Herne als mutmaßliche IS-Terroristin angeklagt. Das hat die Zentralstelle Terrorismusverfolgung Nordrhein-Westfalen der Generalstaatsanwaltschaft Düsseldorf mitgeteilt. Der Deutsch-Libanesin werde vorgeworfen, sich von September 2015 bis Oktober 2017 im Irak und in Syrien der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) angeschlossen zu haben.
Sie sei mit ihrem Ehemann in das Kriegsgebiet gereist. Während dieser sich an Kampfhandlungen beteiligt haben soll, habe die 34-Jährige den Haushalt geführt und die gemeinsamen minderjährigen Kinder betreut. Zudem sei sie im Umgang mit Waffen geschult worden. Sie habe auch zugelassen, dass ihre Kinder im Gebrauch von Waffen unterwiesen worden seien.
Geld und Wohnung vom IS erhalten?
2016 soll sie insgesamt 800 US-Dollar vom IS erhalten haben. Außerdem habe sie in einer vom IS zur Verfügung gestellten Wohnung gelebt. Ihr Mann sei im Oktober 2017 bei einem US-Drohnenangriff getötet worden. Daraufhin sei die 34-Jährige mit ihren Kindern über die Türkei nach Deutschland zurückgekehrt. Das Oberlandesgericht Düsseldorf müsse nun über die Zulassung der Anklage zur Hauptverhandlung entscheiden. Bis zu einer rechtskräftigen Verurteilung gelte die Unschuldsvermutung.