Aktivisten wollen Merz-Flieger beschmieren - Anklage erhoben
Im Januar sollen Klimaaktivisten versucht haben, das private Flugzeug von Bundeskanzler Merz zu beschädigen. Weit kamen sie nicht. Nun gibt es eine Anklage - auch gegen eine prominente Aktivistin.
Das Bild aus dem Jahr 2022 zeigt Merz am Steuerknüppel seines Privatfliegers - Aktivisten sollen im Januar versucht haben, die Maschine zu beschädigen. Axel Heimken/dpa
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Die Staatsanwaltschaft Arnsberg hat Anklage gegen drei Aktivisten erhoben, die im Januar versucht haben sollen, das Privatflugzeug von Bundeskanzler Friedrich Merz zu beschädigen. Das Amtsgericht prüft nun die Zulassung der Anklage, wie eine Gerichtssprecherin auf Anfrage sagte, ohne weitere Details zu nennen.
Nach früheren Angaben der Staatsanwaltschaft sollen sich die Beschuldigten, damals 23, 28 und 56 Jahre alt, Zutritt zum Gelände des Flugplatzes verschafft haben, wo auch der Privatflieger des Hobbypiloten Merz untergebracht ist. Vor Ort wurden sie wegen Hausfriedensbruch festgenommen. Zu ihnen zählte auch die deutsche Klimaaktivistin Anja Windl.
Zentrale Figur der österreichischen Klima-Protest-Szene
Sie gilt vor allem in Österreich als bekannte Figur des Klimaprotests und wurde mehrfach nach Sitzblockaden und anderen Protestaktionen festgenommen. Im Mai verurteilte sie ein Wiener Gericht nach einer Klima-Klebe-Aktion zu einer achtmonatigen Bewährungsstrafe.
Im Mai nach einer Klima-Klebe-Aktion in Österreich zu einer Bewährungsstrafe verurteilt: Anja Windl. Tobias Steinmaurer/APA/dpa
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Nach der Aktion in Arnsberg hatte sich eine Gruppe namens Widerstands-Kollektiv zu Wort gemeldet: Mit der Protestaktion, an der auch Windl teilgenommen habe, habe man das Privatflugzeug von Merz stilllegen wollen. Ziel sei es gewesen, das Flugzeug mit pinker Farbe zu beschmieren und langfristig aus dem Verkehr zu ziehen.
Polizei stoppt Aktion frühzeitig
Der Versuch misslang: Einer Polizeistreife war kurz zuvor ein langsam umherfahrendes Auto aufgefallen. Der Insasse sei von der Polizei als Mitglied des links-aktivistischen Spektrums identifiziert worden, hieß es damals. Als er sich nach einem Flugplatz in der Nähe erkundigte, habe man dort Maßnahmen ergriffen und an der Flugzeughalle die Beschuldigten festgenommen.