80.000 Schüler nutzen bereits Schülerfeedback
Wie fühlen sich Schüler wirklich in der Schule? Zehntausende geben in NRW anonym Einblicke – und decken Sorgen, Belastungen und Chancen für bessere Bildung auf.
Schüler in NRW können über einen digitalen Fragebogen Auskunft darüber geben, wie sich an den Schulen fühlen. (Symbolbild)Bernd Thissen/dpa
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Rund 80.000 Schülerinnen und Schüler an fast 2.500 Schulen in NRW haben bereits anonym und digital Auskunft über ihre Belastungen und Sorgen gegeben. Das neue freiwillige Schülerfeedback werde sehr gut angenommen, sagte Schulministerin Dorothee Feller (CDU) im Schulausschuss des Landtags.
Mehr als 45 Prozent der Schulen in Nordrhein-Westfalen seien inzwischen für das digitale Portal registriert. Wegen des großen Interesses werde der Erprobungszeitraum für das Schülerfeedback um weitere drei Wochen verlängert.
Das Schülerfeedback wurde entwickelt, um mehr über die sozial-emotionale Entwicklung der Kinder und Jugendlichen zu erfahren. Über einen digitalen Fragebogen können Schüler an Grund- und weiterführenden Schulen rückmelden, mit welchem Gefühl sie zur Schule kommen, ob sie sich dort gesehen und wertgeschätzt fühlen und ob sie Möglichkeiten zur Teilhabe bekommen. Das Feedback ist aber nicht dazu da, Lehrer-Bashing zu betreiben. Für Grundschüler gibt es 30 Fragen, an weiterführenden Schulen 40 Fragen.
Mit Datenauswertung zu besseren Leistungen
Das Schülerfeedback ist Teil des Konzepts „Schulkompass NRW 2030“, mit dem die Landesregierung zu besseren Lernleistungen an den Schulen in Nordrhein-Westfalen kommen will. Ein wichtiger Bestandteil des Konzepts ist die datengestützte Qualitätsentwicklung. Besonders erfolgreich arbeiten Schulen nach Erkenntnissen des Schulministeriums dort, wo sie systematisch Daten analysieren, um die Schüler gezielt zu fördern. In NRW gehen die Basiskompetenzen der Schülerinnen und Schüler in Deutsch und Mathematik seit Jahren zurück.